Schlössli Aarau
Besucher kommen ins Schwitzen

Auf dem Programm stand ein Rundgang durchs Schlössli und anschliessend die Generalversammlung: Um die 50 Mitglieder der Gesellschaft zur Förderung des Stadtmuseums haben dabei Aktuelles zum Projekt über die geplante Erweiterung des Stadtmuseum erfahren.

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Schlössli Aarau

Schlössli Aarau

Aargauer Zeitung

Deborah Balmer

Dass dem Stadtmuseum Aarau ein Erweiterungsbau wohl nicht schaden könnte, haben die 50 Anwesenden auf dem Rundgang im Schlössli gleich am eigenen Leib erfahren: Schon bei der Begrüssung im Eingangsbereich wurde es unangenehm warm, die Luftfeuchtigkeit stieg ziemlich schnell und zu allem Überfluss war auch noch der Platz knapp.

Nichtsdestotrotz zeigten sich Besucher und Mitglieder der Gesellschaft zur Förderung des Stadtmuseums Aarau (GFSM) gut gelaunt und begrüssten sich gegenseitig wie alte Bekannte. Museumsleiterin Kaba Rössler erklärte das Dilemma den Anwesenden gleich selber: «Einerseits müssen wir im Schlössli zeigen, wie es hier in Zukunft sein wird. Anderseits haben wir derzeit noch keinen Wechselausstellungsraum zur Verfügung.»

Schlössli wieder dominanter

Rössler betonte als Anspielung auf die geplante Erweiterung und Neukonzeption des Stadtmuseums: «Wenn wir es zu gut machen, machen wir etwas falsch». Über die Inhalte des Projekts konnten sich die Vereinsmitglieder auf der Führung durch drei Stationen auch mit den geplanten Inhalten im erweiterten Museum bekannt machen.

Nicht nur eine neue Hülle ist laut Kaba Rössler geplant, sondern ein neues Museum. Im Zentrum stehen dabei das Mitmachen und selber erleben. Im Bauwagen - der bald in den Quartieren unterwegs sein wird und derzeit vor dem Schlössli steht - informierte der Präsident der Schlösslikommission Dominik Sauerländer über das Erweiterungsbauprojekt selber.

Im Vergleich zu früheren Plänen ist der moderne Annexbau massiv reduziert worden. Damit erscheint das Schlössli wieder mächtiger und fügt sich besser ins Bild ein. Die aktuellsten Pläne, entwickelt von einer Projektdelegation, liegen derzeit dem Stadtrat vor. Mitte Juni muss dann der Einwohnerrat über den Kredit entscheiden - die Volksabstimmung ist für November geplant.

An der anschliessenden Generalversammlung stand dann auch die bevorstehende Abstimmung im Zentrum, für die sich die GFSM mit vollem Engagement einsetzen will.