Wir wollen auch während des Pendelns auf das Internet zugreifen können. Und hierfür brauchts einen besseren Mobilfunkempfang. Der Bundesrat anerkennt das Bedürfnis der Zugpassagiere nach gutem Mobilfunkempfang.

Für ihn ist es aber Aufgabe der Bahnunternehmen und nicht des Bundes, Regionalzüge technisch nachzurüsten. Dies würde rund 100 Millionen Franken kosten.

Das schreibt der Bundesrat in einer schriftlichen Antwort auf eine Frage aus der Fragestunde des Nationalrats vom Montag. Bernhard Guhl (BDP/AG) hatte sich erkundigt, wie hoch die Kosten für die Nachrüstung von Regionalzügen mit Signalverstärkern wären und wer dafür aufzukommen hätte.

Bei neuen Fahrzeugen sei der Einbau von Repeatern Standard, heisst es in der Antwort. Repeater verstärken Mobilfunk-Signale, die von einer Antenne auf dem Wagendach einer Zugkomposition aufgefangen werden.

Der nachträgliche Einbau sei aber nur möglich, wenn die Investitionen von den Bahnen finanziert würden, schreibt der Bundesrat. Der für die Nachrüstung nötige Aufwand könne zwar den ungedeckten Kosten des Regionalverkehrs angerechnet werden. Zusätzliche Mittel seien dafür jedoch nicht vorgesehen.