Besatzung von gekapertem Schiff bei Somalia überwältigt Piraten

Somalische Piraten (Archiv)

Somalische Piraten (Archiv)

Nach der Kaperung eines Containerschiffs durch somalische Piraten hat die US-Crew nach wenigen Stunden wieder die Kontrolle über ihren Frachter übernommen. Der Kapitän des Schiffs befand sich aber weiterhin in der Hand der Piraten.

Die dänische Reederei des Containerschiffes "Maersk Alabama" bestätigte, dass sich das Schiff wieder in der Hand der Besatzung befand. Es liefen Verhandlungen über die Freilassung des Schiffsführers, der auf einem Rettungsboot festgehalten werde, sagte der Zweite Maat dem US-Fernsehsender CNN am Telefon.

Die Piraten verlangten Lösegeld, sagte der Maat: "Wir bieten ihnen an, was wir können. Aber es läuft nicht so gut." Die Besatzung, die ihrerseits einen der Piraten vorübergehend in ihrer Gewalt hatte, hoffe auf Hilfe der Marine, deren nächstes Schiff aber etwa drei Stunden entfernt sei.

Die Crew stehe mit dem Kapitän und den Piraten per Funk in Verbindung. Von den Seeräubern befinde sich derweil keiner mehr an Bord der "Maersk Alabama", sagte der Seemann.

Der 17 000-Tonnen-Frachter ist nach Angaben der Reederei mit 400 Containern mit Hilfsgütern beladen, die für Uganda und Somalia bestimmt sind. Die Besatzung besteht aus 20 US-Bürgern.

Laut der US-Marine in Bahrain war das Schiff um 7.30 Uhr rund 500 Kilometer vor der Küste Somalias angegriffen worden.

Die Entführung des 155 Meter langen Containerschiffes war die sechste Tat von Piraten innerhalb einer Woche vor der somalischen Küste - ungeachtet aller Sicherheitsvorkehrungen und Patrouillen internationaler Marineeinheiten.

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