Leuenberger habe die Politik immer mit viel Leidenschaft ausgeübt, sagte Berset. Sein Engagement für die öffentliche Sache sei direkt aus dem Herzen gekommen. Seine starken Grundüberzeugungen hätten ihn zu einem mutigen und entschlossenen Volksvertreter gemacht.

Die Schweiz verliere eine starke Persönlichkeit - und der Ständerat einen aufrichtigen Kollegen. Berset lobte den verstorbenen SP-Politiker als kritischen Geist. Gleichzeitig habe er immer grossen Respekt vor anderen Meinungen gehabt. Leuenberger fehle dem Rat bereits heute.

Ernst "Aschi" Leuenberger war Ende Juni im Alter von 64 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Der in allen politischen Lagern respektierte Leuenberger hatte viele Debatten über Jahre massgeblich mitgeprägt.

Von 1983 bis 1999 sass er im Nationalrat und vertrat anschliessend im Ständerat die Interessen Solothurns im Bundeshaus. Noch bei der Erneuerungswahl im Oktober 2007 hatte das Volk Leuenberger problemlos bestätigt. Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin soll am 29. November gewählt werden.