Sparmassnahmen
Berner Kantonsstrassen werden nur noch halb so oft geputzt

Die bernischen Kantonsstrassen werden künftig weniger oft gereinigt. Weil der Kanton sparen muss, kürzt das kantonale Tiefbauamt ab sofort die Leistungen für den betrieblichen Unterhalt der Strassen.

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Berner Kantonsstrassen sollen weniger oft gereinigt werden

Berner Kantonsstrassen sollen weniger oft gereinigt werden

Keystone

Die ordentliche Reinigung wird in ihrem Umfang halbiert, wie die bernische Staatskanzlei am Montag mitteilte. Das dürfte für mehr Staub und Schmutz auf den Kantonsstrassen sorgen.

Zudem entleeren die Arbeiter des Tiefbauamtes die Strasseneinlaufschächte nur noch im Zweijahresrhythmus statt einmal pro Jahr. Bei einem starken Gewitter können deshalb die Entwässerungsschächte überlaufen.

In der Grünpflege mäht das Tiefbauamt nur noch die seitlichen Bankette auf einer Breite von einem Meter. Böschungen und Restflächen werden nicht mehr gestutzt, solange sie nicht die Sicht behindern oder den Verkehr gefährden.

Strassen sollen sicher bleiben

Nach wie vor bemühe sich das Tiefbauamt um die Verkehrssicherheit, sagte Amtsleiter Stefan Studer auf Anfrage. Angesichts des Leistungsabbaus beim Strassenunterhalt sei aber gerade bei Regen eine vorsichtige Fahrweise angebracht, fügte er an.

Im Rahmen des Entlastungsprogramms 2012 des Kantons Bern muss das Tiefbauamt in der laufenden Rechnung vier Millionen Franken einsparen. Die Einsparungen beim Unterhalt der Kantonsstrassen haben keinen direkten Stellenabbau im Tiefbauamt zur Folge, wie Studer weiter sagte.