Zentralafrika

Bern verhängt Sanktionen gegen Zentralafrikas Ex-Präsidenten Bozizé

Der ehemalige Präsident Zentralafrikas, François Bozizé (Archiv)

Der ehemalige Präsident Zentralafrikas, François Bozizé (Archiv)

Die Schweiz hat Sanktionen gegen den ehemaligen Präsidenten Zentralafrikas, François Bozizé, und zwei Rebellenführer verhängt. Die Strafmassnahmen umfassen Reiseverbote und das Einfrieren von Vermögen.

Die Schweiz schliesst sich mit dem Entscheid vom Montag den Sanktionen an, die der UNO-Sicherheitsrat am 10. Mai beschlossen hat. Die Strafmassnahmen treten heute Dienstag in Kraft, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) mitteilte.

Neben Bozizé betreffen die Sanktionen den Koordinator der christlichen Anti-Balaka-Milizen, Levy Yakété, und den stellvertretenden Chef der mehrheitlich muslimischen Séléka-Rebellen, Nourredine Adam. Die drei sind die ersten Personen, die auf die Sanktionsliste gesetzt wurden.

In der Zentralafrikanischen Republik hatte das Rebellenbündnis Séléka 2012 einen Aufstand begonnen und im März 2013 Staatschef Bozizé gestürzt. Der Putsch riss das Land in eine Spirale der Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Milizen, in deren Verlauf tausende Menschen getötet wurden. Fast eine Million Menschen sind auf der Flucht.

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