Coronapandemie

Bern und Waadt: Impfaktion startet nun auch in den letzten grossen Kantonen

Impfstart ist nun auch im Kanton Bern erfolgt

Impfstart im Kanton Bern.

Am Montag hat auch der Kanton Bern mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Als erste in den Arm gepikst wurde ein Ehepaar aus Münchringen.

(sat/rwa) Am Freitag konnten sich impfwillige Bernerinnen und Berner registrieren. Am Montag nahmen das Impfzentrum beim Inselspital und das kantonale Zentrum in Wankdorf den Betrieb auf. Weitere Zentren folgten. Als erste erhielt ein Ehepaar aus Münchringen den Impfstoff verabreicht.

Beim Impfplan orientiert sich der Kanton Bern an den Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Nach der Zulassung der über 75-Jährigen folgen jene Menschen ab 16 Jahren, die an chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko leiden. Danach werden Personen zwischen 65 und 74 Jahren zur Impfung zulassen. An vierter Stelle folgen Personen aus der Gruppe der besonders gefährdeten Personen, die jünger als 65 Jahre alt sind oder an chronischen Krankheiten leiden.

Die erste Impfung im Kanton Bern erhielt Toni Brunner aus Münchringen. Danach war seine Frau an der Reihe.

Die erste Impfung im Kanton Bern erhielt Toni Brunner aus Münchringen. Danach war seine Frau an der Reihe.

Trotz erfolgreichem Impfstart bitten die Berner Behörden um Geduld. Bei 20'000 Terminen für rund 105'000 über 75-jährige Menschen würden einige für den Impftermin etwas länger warten müssen, betonen sie. Dem Kanton Bern stehen derzeit monatlich 25'000 Impfdosen von Pfizer/Biontech zur Verfügung. Neben Bern startete auch der Kanton Waadt mit Impfen.

Viele Kantone haben bereits vor einer Woche begonnen

Am Dienstag will dann auch Schaffhausen beginnen. Wie der Kanton am Montag mitteilte, ist die Anzahl Impfungen in seinem neu eröffneten Zentrum aufgrund der beschränkten Impfstoffmenge jedoch vorerst auf 100 Dosen pro Tag begrenzt. Erst in einer Woche sein Impfzentrum öffnen wird der Jura. Wie die Kantonsregierung am Montag mitteilte, können sich Interessierte nun für einen Termin online anmelden.

Bereits vor Wochenfrist haben die meisten Kantone ihre Impfkampagnen gestartet. Nebst dem bevölkerungsreichsten Kanton Zürich waren dies die beiden Appenzell sowie die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Genf, Graubünden, Jura, Obwalden, Solothurn, Uri, Thurgau und Zug. Obwohl in einigen dieser Kantone bereits Ende Dezember sporadisch geimpft wurde, nannten sie den 4. Januar als offiziellen Start – etwa, weil dann die Impfzentren geöffnet wurden.

Am letzten Dienstag startete die Impfaktion zudem im Aargau und tags darauf im Kanton St. Gallen. Am Sonntag dann hat auch noch das Tessin sein Impfzentrum offiziell eröffnet, wie der Kanton mitteilte. Geimpft wird in der Südschweiz vereinzelt allerdings ebenfalls bereits seit einer Woche.

Impfung ist für alle freiwillig und gratis

Die Zahl der Impfdosen ist schweizweit vorerst stark begrenzt. In einer ersten Lieferung hatte der Bund Ende Dezember gut 100'000 Dosen vom Hersteller Pfizer/Biontech erhalten und an die Kantone verteilt. Jeden Monat sollen nun 250'000 Dosen hinzukommen. Gemäss der Impfstrategie des Bundes haben in einem ersten Schritt in allen Kantonen besonders gefährdete Personen Vorrang.

Dabei handelt es sich um Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen, über 75-Jährige, Personen mit Vorerkrankungen sowie das Gesundheitspersonal. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen sich auch jüngere und Menschen ohne Vorerkrankungen impfen lassen können. Die Impfung ist für alle freiwillig und gratis.

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