Steuerstreit

Bern und Rom bemühen sich weiter um Steuerabkommen

Der italienische Wirtschaftsminister Vittorio Grilli (Archiv)

Der italienische Wirtschaftsminister Vittorio Grilli (Archiv)

Die Gespräche zwischen der Schweiz und Italien über ein künftiges Steuerabkommen kommen voran. Es geht um die Besteuerung von italienischen Geldern auf Schweizer Bankkonten. Die Unterhändler beider Länder trafen sich während zwei Tagen in Rom.

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, findet das nächste Treffen der im vergangenen August gegründeten bilateralen Steuerungsgruppe Mitte November in der Schweiz statt.

"Rom arbeitet an einem Abkommen und hofft dieses so rasch als möglich zu realisieren", sagte Italiens Wirtschaftsminister Vittorio Grilli in der Nacht auf Dienstag am Rande des G20-Gipfels in Mexiko.

Bei den Verhandlungen geht es um die Regularisierung unversteuerter Gelder von italienischen Steuerpflichten in der Schweiz und um eine Quellensteuer auf künftigen Kapitalerträgen. Weitere Themen sind der Marktzutritt, das Doppelbesteuerungsabkommen, italienische schwarze Listen sowie die Grenzgängerbesteuerung.

Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf und der italienische Ministerpräsident Mario Monti hatten sich am 12. Juni in Rom und am 17. August in Silvaplana GR getroffen. Dabei bekundeten sie ihren Willen, die Verhandlungen rasch voranzutreiben. Die Steuerungsgruppe soll bis im Spätherbst Vorschläge vorlegen.

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