Rechnung
Bern

Die Rechnung 2008 der Stadt Bern schliesst bei einem Ertrag von 956,8 Mio. mit einem Überschuss von 24,1 Mio. Franken. Es ist das neunte Mal in Folge, dass Bern schwarze Zahlen schreibt. Das Ergebnis ist dank höher ausgefallenen Steuereinnahmen positiv.

Drucken
Teilen

Dank des guten Resultats hat die Stadt ihren Bilanzfehlbetrag - die Summe aufgelaufener Defizite aus Vorjahren, die nicht durch Eigenkapital gedeckt sind - weiter abtragen können. Diese finanzielle Altlast machte Ende 2008 noch 99,3 Mio. Franken aus. Ende 2017 muss der Bilanzfehlbetrag abgetragen sein.

Weil die Stadt Bern derzeit Überschüsse zwingend zum Abbau dieses Bilanzfehlbetrags verwenden muss, gilt die Rechnung 2008 der Stadt Bern offiziell als ausgeglichen. Budgetiert hatte die Stadt Bern eine ausgeglichene Rechnung ohne Abbau des Bilanzfehlbetrags.

Gemäss der Finanzplanung für die Jahre 2010 bis 2013 drohen der Stadt Bern in der genannten Zeitspanne Defizite zwischen 17,1 und 24,5 Mio. Franken, wenn sie keine Gegenmassnahmen ergreift. Die Finanzverwaltung rechnet wegen der Finanzkrise mit tieferen Steuereinnahmen und langfristig steigenden Sozialausgaben.

Berns Finanzdirektorin Barbara Hayoz gab sich aber vor den Medien vorsichtig optimistisch, sei doch die Stadt Bern mit ihren vielen Verwaltungen recht «krisenresistent». Trotzdem werde wohl eine Aus- und Aufgabenüberprüfung nötig sein. (sda)

Aktuelle Nachrichten