Italien

Berlusconi will Veröffentlichung von Party-Fotos verhindern

Wenig Grund zum Lachen: Berlusconi

Wenig Grund zum Lachen: Berlusconi

Der wegen seines unklaren Verhältnisses zu einer 18-Jährigen unter Druck geratene italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hat die Veröffentlichung pikanter Party-Fotos vorerst verhindert. Das meldete die italienische Nachrichtenagentur ANSA.

Demnach beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft Rom "hunderte Fotos", die bei Feiern auf dem Anwesen von Berlusconis Luxusvilla auf Sardinien geschossen wurden. Berlusconis Anwalt Niccolò Ghedini hatte zuvor Strafanzeige gegen einen Fotografen gestellt, der rund 700 Fotos von solchen Festen gemacht hatte.

Gegen den Fotografen wurde laut ANSA ein Ermittlungsverfahren wegen Verletzung der Privatsphäre sowie Betrugsversuchs beim versuchten Verkauf der Fotos an zwei Promi-Magazine eingeleitet. Dem "Corriere della Sera" zufolge zeigen die Bilder unter anderem junge Frauen im Bikini oder oben ohne im Garten des Berlusconi-Anwesens.

Einige der Bilder seien während der Silvesterfeier 2008/2009 gemacht worden, berichtete der "Corriere". An diesem Fest soll auch die damals 17-jährige Noemi teilgenommen haben, die im Mittelpunkt des derzeitigen Skandals um Berlusconi steht.

In seinem Schreiben an die italienische Behörde zum Schutz der Privatsphäre betonte Berlusconi, die Fotos seien während privater Feiern gemacht worden, die von "keinerlei besonderem Interesse" für die Öffentlichkeit seien. Der Fotograf betonte dagegen, die Bilder seien im Freien an Plätzen gemacht worden, "die man nicht als Privatwohnung bezeichnen kann".

Vor zwei Jahren hatte der Fotograf dem Magazin "Oggi" bereits Bilder verkauft, die Berlusconi in seiner Villa gemeinsam mit fünf jungen Frauen zeigen, von denen einige auf seinem Schoss sitzen. Andere Bilder zeigten den italienischen Regierungschef Hand in Hand mit zwei der jungen Frauen.

Die Affäre um die mittlerweile 18-jährige Noemi beherrscht seit Wochen die italienischen Medien.

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