Direktzahlungen
Bergbauer will mit Volksinitiative für die Hörner der Kühe kämpfen

Die IG-Hornkuh will im Sommer 2014 die Volksinitiative «Hörnerfranken - Für die Unterstützung einer würdevollen Haltung und Unversehrtheit Horn tragender Nutztiere» lancieren. Ziel sind Direktzahlungen für Bauern, die den Kühen ihre Hörner lassen.

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Initiant Armin Capaul. (Archiv)

Initiant Armin Capaul. (Archiv)

Hans Ulrich Mülchi

Neun von zehn Kühen sind heute in Schweiz nicht mehr behornt. Würde man den Tieren ihre Hörner belassen, brauchten sie mehr Platz in den Ställen, und das Verletzungsrisiko für Bauern wäre grösser. Deshalb werden den Kälbern die Hornansätze ausgebrannt. 200 000 sind jährlich davon betroffen.

Das soll sich ändern. Wie Recherchen der Zeitung «Schweiz am Sonntag» zeigen, will die IG-Hornkuh in diesen Sommer die Volksinitiative «Hörnerfranken - Für die Unterstützung einer würdevollen Haltung und Unversehrtheit Horn tragender Nutztiere» lancieren.

An vorderster Front kämpft der Bergbauer Armin Capaul aus Perrefitte im Berner Jura. «Wir wollen das Enthornen nicht verbieten, sondern Kühe mit Hörnern finanziell unterstützen.»

So soll der Bund die Bauern mit Direktzahlungen entschädigen, die ihren Kühen die Hörner belassen. Einen Franken pro Kuh und Tag soll es dafür geben, 20 Rappen für behornte Ziegen.

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