Papst in Nahost

Benedikt XVI. äussert in Jordanien tiefen Respekt für Islam

Der Papst kommt in Jordanien an

Der Papst kommt in Jordanien an

Papst Benedikt XVI. hat zum Auftakt seiner ersten Reise in den Nahen Osten tiefen Respekt für die muslimische Welt geäussert. Zugleich versprach das Oberhaupt der katholischen Kirche, weiterhin für den Frieden zu wirken.

"Wir sind keine politische, sondern eine spirituelle Macht. Das Gebet ist eine wahre Kraft", sagte Benedikt während des Fluges von Rom nach Amman. Der Papst hob ausserdem die gemeinsamen Wurzeln von Christentum, Islam und Judentum hervor.

Der Pontifex wurde auf dem internationalen Flughafen von König Abdullah II. von Jordanien mit allen militärischen Ehren sowie 21 Schuss Salut begrüsst. "Ich komme als Pilger nach Jordanien, um die heiligen Stätten zu besuchen", sagte er. "Der Besuch gibt mir die willkommene Gelegenheit, meinen tiefen Respekt für die muslimische Gemeinde auszusprechen."

Der Papst würdigte den Einsatz des jordanischen Königshauses für ein besseres Verständnis der vom Islam proklamierten Werte.

König Abdullah II. erinnerte daran, dass er vor neun Jahren mit dem ehemaligen Papst Johannes Paul II. die Bedeutung des Zusammenlebens und der Harmonie zwischen Christen und Muslimen bekräftigt hatte.

Benedikt wird in Jordanien unter anderem mit muslimischen Würdenträgern zusammentreffen. Er will ausserdem jene Stelle am Jordan-Fluss besuchen, wo Jesus der Überlieferung nach getauft wurde.

Am Montag wird der Papst dann zu seinem ersten Besuch in Israel erwartet. Während seiner einwöchigen Reise in den Nahen Osten wird Benedikt auch die Palästinensergebiete besuchen.

Es handelt sich um seine zwölfte und bislang wichtigste Auslandsreise. Das Kirchenoberhaupt steht dabei vor einer Gratwanderung zwischen Religion und Politik. Die Reise wird von Christen, Juden und Muslimen gleichermassen mit grosser Aufmerksamkeit verfolgt.

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