Busunglück im Wallis

Belgien nimmt Abschied von den Opfern des Busunglücks

Särge der Opfer des Busunglücks von Siders

Särge der Opfer des Busunglücks von Siders

Die belgische Stadt Lommel nimmt acht Tage nach dem tragischen Busunglück in Wallis Abschied von den Opfern. Gegen 10.30 Uhr werden die Särge mit den 15 ums Leben gekommenen Schulkindern zur Trauerfeier in eine Sportarena gebracht.

Neben den Familien und Mitschülern werden bis zu 5000 Trauergäste erwartet. Wie Bundesratssprecher André Simonazzi am Dienstag mitteilte, reist Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf nach Lommel, um an der offiziellen Feier für diejenigen der Opfer, die in diesem Ort zur Schule gegangen sind, teilzunehmen.

Auch König Albert II. und Königin Paola, der niederländische Kronprinz Willem-Alexander und Prinzessin Maxima, die Regierungschefs von Belgien und den Niederlanden sowie EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy werden in die flämische Kleinstadt südlich von Eindhoven kommen.

Gedenkfeier in Leuven

Am Donnerstag wird Bundesrat Didier Burkhalter in Leuven an der Trauerfeier für die Unfallopfer aus diesem Ort teilnehmen. An beiden Trauerfeiern wird auch der Kanton Wallis vertreten sein. Regierungspräsident Jacques Melly und Vizepräsidentin Esther Waeber-Kalbermatten reisten am Dienstagnachmittag nach Belgien.

Begleitet werden sie von François Genoud, Stadtpräsident von Siders, Christian Varone, Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Reynold Favre, Feuerwehrkommandant von Siders, Alain Rittiner, Chef der Ambulanz, sowie Jean-Pierre Deslarzes, Chef der kantonalen Rettungsorganisationen im Wallis.

Weitere Personen, die mit den Opferfamilien oder den Helfern in Kontakt waren, nehmen ebenfalls an der Trauerfeier teil, wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte. Sie organisiert die Reise.

Erstes Opfer beigesetzt

Am Dienstag versammelten in Lommel mehrere hundert Menschen, um einer beim Busunglück ums Leben gekommenen Angestellten der Primarschule die letzte Ehre zu erweisen. Die 37-Jährige ist das erste Opfer aus Lommel, das beigesetzt wurde. Beim Busunglück nahe Siders wurden 28 Personen - davon 22 Kinder - getötet.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1