Bekommt Lenzburg Staatsanwaltschaft?

Regierungsrat Urs Hofmann attestiert dem Bezirkshauptort «intakte Chancen» als Standort für künftiges Organ.

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Fritz Thut

Das neue, wegen seiner weiss gepunkteten Glasfassade auffallende Gewerbegebäude am Lenzburger Seetalplatz war schon einmal im Gespräch als neuer Standort für die Bezirksbehörden, wurde aber aus Kostengründen aus dem Rennen geworfen. Nun bietet sich dem «Schneeflockenhaus» wieder eine Chance, bald Sitz einer kantonalen Behörde zu werden.

Rund 40 Arbeitsplätze

An der Inpflichtnahme der neuen Gemeinderäte des Bezirks Lenzburg bestätigte Regierungsrat Urs Hofmann, dass das Bezirksgericht Lenzburg langfristig gesichert ist, und ergänzte: «Die Chancen von Lenzburg, dereinst Standort einer der 6 Bezirksstaatsanwaltschaften zu werden, sind intakt.» Aus dem Politikerdeutsch ins Konkrete übersetzt heisst dieser Satz, dass Lenzburg im Rahmen der Umsetzung der neuen Strafprozessordnung voraussichtlich Standort einer Behörde mit rund 40 Arbeitsplätzen wird. Nachfragen haben ergeben, dass die Bezirksstaatsanwaltschaft im immer noch leerstehenden Gewerbegebäude am Seetalplatz eingemietet werden könnte. Mittlerweile liegen die in Aussicht stehenden Zinskosten in einem Rahmen, zu dem der Staufner SVP-Grossrat und Neo-Gemeinderat Pascal Furer Ja sagen könnte: «Die Kosten beim ersten Vorschlag waren jenseits des Akzeptablen.»

«Wir begrüssen diese Absicht»

Hofmanns Ankündigung war gestern Mittwoch auch Thema der Lenzburger Stadtratsverhandlung. «Wir begrüssen diese Absicht», hält Stadtammann Hans Huber gegenüber der AZ fest und findet einen ganz triftigen Grund für den Standort Lenzburg: «Die Bezirksstaatsanwaltschaft im gleichen Ort wie das sich im Bau befindliche zentrale Untersuchungsgefängnis macht Sinn.» In weiteren Besprechungen will man die Argumente der Stadt weiter platzieren.