Wie die „Schweiz am Sonntag“ berichtet leidet fast die Hälfte der Menschen, die auf eine Invalidenrente angewiesen sind, an einer psychischen Krankheit.

Die aktuelle IV-Statistik des Bundesamtes für Sozialversicherungen zählte vergangenes Jahr 226‘421 IV-Rentner in der Schweiz.

Darunter litten 45 Prozent an einer psychischen Krankheit. Während die Gesamtzahl der IV-Rentner in den letzten zehn Jahren stetig zurückging, nahm die Zahl der Kranken, die aus psychischen Gründen IV beziehen, konstant zu.

Niklas Baer, Leiter der Fachstelle für Psychiatrische Rehabilitation der Psychiatrie Baselland sagt, psychische Krankheiten wie bei Invalidrentnern würden wohl weiter steigen. «Ein Hauptgrund dafür ist die Sensibilisierung gegenüber psychischen Problemen.»

Zwar habe im Bereich von psychischen Krankheiten eine Professionalisierung stattgefunden, was gut sei. Doch eine mögliche negative Nebenwirkung davon sei, dass die Patienten schneller als arbeitsuntauglich eingestuft würden.

Besonders bedenklich sind die Zahlen der jungen Neurentner in der Schweiz. Im Jahr 2014 gab es unter den 18 bis 24-Jährigen rund 2000 neue IV-Fälle. Darunter macht die Gruppe der psychisch Erkrankten den grössten Teil aus.