Luftwaffe

Beim Kauf der F/A-18-Kampfjets wurden Fehler gemacht - die Folgen werden jetzt akut

Da sich die Sanierung der F/A-18  verzögert, stehen in den nächsten Jahren weniger Kampfjets für den Einsatz zur Verfügung. (Achivbild)

Da sich die Sanierung der F/A-18 verzögert, stehen in den nächsten Jahren weniger Kampfjets für den Einsatz zur Verfügung. (Achivbild)

Bei der Beschaffung der F/A-18-Kampfjets vor dreissig Jahren ist auf wichtige Tests verzichtet worden. Die Verantwortlichen unterschätzten deshalb Vibrationen und ihre Wirkung auf das Material, wie die SonntagsZeitung berichtet.

Zwar hatten sie erkannt, dass die Jets in der gebirgigen Topografie der Schweiz stärker belastet werden würden, als es der Hersteller vorgesehen hatte. Weshalb sie an bestimmten Stellen Titan statt Aluminium verbauten und pro Jet 800 Verbindungen verstärkten.

Trotzdem wiesen die Flugzeuge viel früher als erwartet Ermüdungserscheinungen auf – verursacht unter anderem durch Vibrationen, deren Auswirkungen während der Fertigung nicht getestet worden waren.

Zum wiederholten Male ist derzeit die F/A-18-Flotte reduziert verfügbar. Grund dafür sind Wartungsarbeiten, die die Lebensdauer der Jets verlängern sollen. «Wir haben festgestellt, dass sie nicht baugleich sind», sagt Luftwaffenchef Bernhard Müller gegenüber der SonntagsZeitung.

Zum Beispiel passen bei Ersatzteilen Bohrungen nicht mit der Flugzeugstruktur überein, zudem seien Nieten nicht fachgerecht verarbeitet worden.

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