Leuthard
Beichtet der Papst heute bei Doris?

Im Vatikan hat Papst Benedikt XVI. Bundespräsidentin Doris Leuthard empfangen. 25 Minuten dauerte das Gespräch in der Privatbibliothek des Papstes im Apostolischen Palast. Leuthard wollte die Missbrauchsfälle thematisieren. Was hat der Papst wohl dazu gesagt?

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Doris Leuthard auf Reisen
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 Schände schütteln un Lächeln: Leuthard und Berlusconi

Doris Leuthard auf Reisen

Vor Beginn des Treffens dankte Leuthard dem Papst, trotz seiner dichten Agenda Zeit für das Treffen gefunden zu haben. Sie kam auch zu Gesprächen mit dem vatikanischen Staatssekretär, Kardinal Tarcisio Bertone, zusammen.

Um 13.00 Uhr wird die Bundesrätin an einer Medienkonferenz über den Inhalt der Gespräche informieren. Leuthard wird im Vatikan auch das Thema des Missbrauchs von Kindern durch Priester ansprechen.

Am Nachmittag an Vereidigung der Schweizer Garde

Am Nachmittag nimmt Leuthard dann an der Vereidigung neuer Schweizergardisten teil. Die Schweizergarde bekommt einen neuen stellvertretenden Kommandanten: Major William Kloter wird mit 30 Rekruten im Vatikan seinen Diensteid auf den Papst ablegen.

Bei einer feierlichen Zeremonie in der Audienzhalle werden sie schwören, Benedikt XVI. und seinen rechtmässigen Nachfolgern «treu, redlich und ehrenhaft zu dienen» - nötigenfalls unter Einsatz des eigenen Lebens.

Der vor einem Jahr vereidigte Kommandant der Schweizergarde, Daniel Anrig, wird bei der Zeremonie eine Ansprache halten. Anwesend sind hohe Kirchenleute, ein Vertreter der Schweizer Armee und Angehörige der Gardisten. Auch eine Delegation aus dem diesjährigen Gastkanton St. Gallen ist zur Feier eingeladen.

Der 6. Mai ist der traditionelle Tag der Vereidigung neuer Rekruten der Schweizergarde. An diesem Tag des Jahres 1527 drangen Truppen von Kaiser Karl V., vor allem Landsknechte, denen der Sold vorenthalten war, plündernd in Rom ein. Beim «Sacco di Roma» liessen 147 Schweizergardisten im Kampf für den Papst das Leben.

110 Männer dienen heute dem Papst in der «kleinsten Armee der Welt». Die Gardisten müssen Schweizer Bürger und katholischen Glaubens sein. Besonders viele Papstbeschützer stammen aus dem Kanton Freiburg.