Brand

Bei Wohnungsbrand in Chur sterben drei Personen – Vater hat das Feuer wohl absichtlich gelegt

Ein Erwachsener und zwei Kinder sterben bei Brand

Ein Erwachsener und zwei Kinder sterben bei Brand

In der Nacht auf Sonntag ist in einem Mehrfamilienhaus in Chur ein Brand ausgebrochen.

Drei Menschen, eine erwachsene Person und zwei Kinder, sind in der Nacht auf Sonntag bei einem Brand in einem Churer Wohnblock ums Leben gekommen. Zur Brandursache laufen Ermittlungen, nach ersten Erkenntnissen wurde der Brand aber absichtlich verursacht.

Der Brandalarm ging am Sonntag kurz nach 3 Uhr ein, wie die Bündner Kantonspolizei mitteilte. Die ausgerückten Feuerwehrleute fanden in der brennenden Wohnung drei Leichen. Nach ersten Erkenntnissen waren es eine erwachsene Person und zwei Kinder. Wie die Polizei am Nachmittag mitteile, deuten erste Erkenntnisse darauf hin, dass der Brand absichtlich verursacht wurde.

Gemäss ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen 3-jährigen Jungen und dessen 8-jährige Schwester sowie deren 33-jährigen aus der Dominikanischen Republik stammenden Vater. Die formelle Identifikation steht noch aus. Im Vordergrund der Ermittlungen steht ein vom Vater absichtlich verursachter Brand. Während dessen Verlauf kam es zu mindestens einer Explosion durch Brandbeschleuniger. Die Tathintergründe werden durch die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Graubünden untersucht.

Die Polizei mutmasse, dass die drei sich alleine in der Wohnung im zweiten Stock des Hauses aufgehalten hätten, in der das Feuer ausbrach, sagte Markus Walser, Mediensprecher der Kantonspolizei, gegenüber Keystone-SDA.

48 Personen wurden wegen des Feuers aus 38 Wohnungen in dem Haus evakuiert. Sie wurden in einem Lokal in der Nähe untergebracht und vom Care-Team Grischun betreut. Ein Teil der Evakuierten konnte am Sonntagmorgen wieder in die Wohnungen zurückkehren, wie der Polizeisprecher weiter ausführte.

Für die übrigen Hausbewohner seien noch Abklärungen zur Rückkehr im Gang. Entscheidend ist laut Polizei, ob die Wohnungen in der Nähe der vom Brand betroffenen Wohnung bewohnbar sind. Sechs Hausbewohner und auch zwei Feuerwehrleute mussten mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Spital gebracht werden.

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