Somalia

Bei Kämpfen in Mogadischu sterben mindestens 20 Menschen

Ein Verwundeter wird in Mogadischu ins Spital getragen

Ein Verwundeter wird in Mogadischu ins Spital getragen

Bei Kämpfen zwischen Rebellen und Soldaten sind in der somalischen Hauptstadt Mogadischu mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. 30 seien verletzt worden, berichtete die Menschenrechtsorganisation Elman.

Einwohnern zufolge versuchen die Aufständischen der islamistischen Shabaab-Miliz seit vier Tagen, gegen den Widerstand von Regierungstruppen und Friedenssoldaten der Afrikanischen Union (AU) zum Palast von Präsident Sheikh Sharif Ahmed vorzudringen.

Es habe heftige Schusswechsel gegeben, und Granaten seien in Wohngebieten gelandet, berichtete ein Elman-Vertreter. Ein Sprecher der AU-Friedenstruppen warnte vor einem Gegenschlag, falls sich die Rebellen zu sehr dem Präsidentensitz näherten.

Die von den Vereinten Nationen unterstützte Regierung Sheikh Ahmeds kontrolliert nur einen kleinen Teil der Hauptstadt. Fast täglich kommt es zu Angriffen der Rebellen.

Seit Anfang 2007 sind bei Kämpfen zwischen der islamistischen Bewegung Al-Shabaab und der Regierung um die Kontrolle am Horn von Afrika mindestens 21'000 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 1,5 Millionen wurden in die Flucht getrieben.

Sheikh Ahmed befand sich bei den Angriffen vom Wochenende nicht im Palast, er weilte zu einer internationalen Somalia-Konferenz in der Türkei. Ziel des Treffens unter der Schirmherrschaft der UNO war es, dem ostafrikanischen Staat auf die Beine zu helfen.

Die Teilnehmer unterzeichneten am Samstag eine Deklaration zur Unterstützung der somalischen Übergangsregierung. Darin seien allerdings wenig konkrete Schritte enthalten, berichteten Beobachter.

Zugleich forderten die Delegierten aus 55 Staaten mehr internationales Engagement zur Überwindung der humanitären Krise in dem afrikanischen Staat.

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