Immer mehr Kinder mit Behinderung sitzen in der Schweiz mit nichtbehinderten Kindern in den gleichen Schulklassen. Je mehr die schulische Integration behinderter Kinder Fortschritte mache, desto mehr sei Information notwendig, hielten die drei Organisationen vor den Medien in Bern fest.

"Schlechte Integrationsbeispiele, falsche Vorstellungen und ungenügende Informationen haben zu einer grossen Verunsicherung geführt", erklärte Walter Bernet, Zentralpräsident von insieme Schweiz, gemäss Communiqué. Die Organisation reagierte darauf mit einem neuen Informationsblatt, das die wichtigsten Fragen zum Thema beantworten soll.

Auch Procap stellte einen zunehmender Bedarf für Beratung von Elten fest. Einfach Standardlösungen zu präsentieren sei aber fast nicht möglich, da wegen der neuen Aufgabenverteilung zwischen Bund und Kantonen die schulische Integration Sache der einzelnen Kantone sei, sagte Martin Boltshauser, Leiter des Rechtsdienstes bei Procap.

"Wir haben schweizweit 26 verschiedene Modelle, wie die schulische Integration umgesetzt und finanziert wird." Hinzu komme, dass je nach Behinderung des Kindes spezielle Massnahmen ergriffen werden müssten.

Die drei Organisationen fordern deshalb alle Kantone auf, dem Sonderpädagogik-Konkordat beizutreten, mit dem sich die Mitglieder zu einem Mindestangebot an vergleichbaren Leistungen verpflichten.