Japan
BDP beschliesst den Ausstieg aus der Atom-Energie

Dies sagt BDP-Präsident in einem Interview mit der Zeitung „Der Sonntag“. Brisant: Auch BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf unterstützt die neue Position der Partei, wie Grunder bestätigt.

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Bundesrätin Widmer-Schlumpf will nicht an der Steuerreform rütteln (Archiv)

Bundesrätin Widmer-Schlumpf will nicht an der Steuerreform rütteln (Archiv)

Keystone

Der Beschluss wurde an einer Krisensitzung gefällt, die am Donnerstag im Bundeshaus stattfand. Thema: Wie soll sich die BDP nach Japan in Atomfragen neu positionieren? Das Resultat war «einstimmig», wie Grunder betont: «Wir kamen klar zum Schluss: Der Zeitpunkt ist gekommen, das Projekt Ausstieg anzugehen. Ohne Wenn und Aber.»

Alle Teilnehmer der Krisensitzung hätten das Diskussionspapier abgesegnet», sagt Grunder. «Es wird von allen getragen.» Von Bundesrätin Widmer-Schlumpf genauso wie von BKW-Verwaltungsratspräsident Urs Gasche, wie Grunder betont: «Auch Urs Gasche ist sich der Verantwortung bewusst. Genau so wie die BKW selbst.» Erstens sei für die BDP klar, «dass wir keine neuen Kernkraftwerke mehr bauen dürfen», sagt Grunder. «Zweitens möchten wir geordnet aus dem Atomstrom aussteigen. Das darf keine Hauruck-Übung werden, wir müssen ein mehrheitsfähiges Projekt entwickeln.»

Die bestehenden Kernkraftwerke müssten geordnet abgeschaltet werden. Grunder: «Und drittens brauchen wir einen Generationenvertrag, um die Stromlücke schliessen zu können.» Um den Umbau zu beschleunigen, gebe es für die BDP nur einen Weg: «Wir müssen die Wasserkraft fördern», so Grunder. «Diese Technologie kennen wir, müssen das Rad nicht neu erfinden. Zudem ist die Schweiz absolut prädestiniert für Wasserkraft.»