Medien
Baz stösst Abonnenten vor den Kopf

Die Basler Zeitung kommt nicht zur Ruhe. Nun akzeptiert die Zeitung 1000 Kündigungen ihrer Abonennten nicht.

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Keystone

Den über 1'000 Abonnenten der «Basler Zeitung» (BaZ), die aufgrund des Beratungsmandats von Christoph Blochers Robinvest oder der Einsetzung von Markus Somm als Chefredaktor ihr Abo gekündigt hatten, ist unschöne Post ins Haus geflattert.

Die «Basler Zeitung Medien» (BZM) teilte den abgesprungenen Lesern in einem Standard-Brief mit, ihre Kündigung werde aufgrund der veränderten Situation als «gegenstandslos» erachtet. Falls die verlorenen Abonnenten «wider Erwarten daran festhalten» wollten, müssten sie sich wieder bei der BZM melden. Das zeigen Recherchen der Sendung «Schweiz Aktuell».

Gegen das ungewöhnliche Vorgehen regt sich allerdings Widerstand. Es sei «stillos» und zeige, dass die Zeitung «den Ernst der Lage noch immer nicht verstanden haben», sagt etwa der langjährige BaZ-Abonnent und Anwalt Sebastian Laubscher gegenüber «Schweiz Aktuell».

Kündigungen seien in dieser Zeit nicht umsetzbar

Die BZM begründen den Schritt damit, dass es rein personell schon nicht möglich sei, mehr als 1‘000 Kündigungen in wenigen Tagen zu bearbeiten. Man habe deshalb nach einem pragmatischen Weg gesucht. Gegenüber «Schweiz aktuell» teilte die BZM weiter mit: «Wir haben uns mit diesem Vorgehen eine grössere Wiedergewinnungsquote erhofft. Soviel Egoismus muss man uns zugestehen.»

Von den mehr als 1‘000 angeschriebenen ehemaligen Abonnenten sollen sich mittlerweile bereits 70 bei der BZM gemeldet haben: Sie wollen an ihrer Kündigung festhalten.