Energie

Baugenehmigung für Grosskraftwerk im Kanton Glarus erteilt

Kraftwerkgebäude Linth-Limmern (Archiv)

Kraftwerkgebäude Linth-Limmern (Archiv)

Die Bewilligungen zum Bau des Pumpspeicherwerks der Kraftwerke Linth-Limmern (KLL) im Kanton Glarus liegen vor. Der Regierungsrat hat die energierechtliche Genehmigung und die Baubewilligung erteilt.

Die Regierung habe am 9. Juni grünes Licht gegeben, teilte die Staatskanzlei mit. Weil gegen den Entscheid keine Rechtsmittel ergriffen wurden, sind die Bewilligungen nun rechtskräftig. Somit wird laut Staatskanzlei auch eine erste Tranche der Bewilligungsgebühr von 25 Millionen Franken fällig.

Vorgesehen ist der Bau eines unterirdischen Pumpspeicherwerks mit vier Turbinen in einer Kaverne am Fuss der Staumauer des Limmernsees. Im Weiler Tierfehd auf Gebiet der Gemeinde Linthal wird ein zweites Ausgleichsbecken erstellt.

Schliesslich soll, um mehr Speicherkapazität zu schaffen, der Muttsee, der 600 Meter höher als der Limmernsee liegt, mit einer Betonmauer 28 Meter höher gestaut werden. Erreicht wird damit eine Leistung, die derjenigen des Kernkraftwerks Leibstadt entspricht.

Konflikte mit Naturschützern konnten schon während der Planung ausgeräumt werden. Mit dem frühen Einbezug der Verbände sei im Kanton Glarus ein neues Kapitel geschrieben worden, lobte der Glarner WWF.

Die Fische werden den Ausbau begrüssen: Hindernisse, die ihre Wanderungen heute behindern oder verunmöglichen, werden beseitigt. Die Wasserfassung in der Linthschlucht wird abgerissen, bei vier Wehren im Fluss bei Linthal werden Fischtreppen erstellt.

Der Beschluss zum Bau des gegen zwei Milliarden Franken teuren Vorhabens steht allerdings noch aus: Die zuständigen Gremien der Kraftwerksgesellschaft werden Mitte September darüber entscheiden. Die KLL gehören zu 85 Prozent der Axpo-Tochter Nordostschweizerische Kraftwerke (NOK). 15 Prozent der Aktien hält der Kanton Glarus.

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