Schule
Bätterkinden setzt Zeichen für die Zukunft

Jetzt ist klar: Bätterkinden, Utzenstorf, Wiler und Zielebach können den Schulverband Untere Emme gründen. Ab dem Schuljahr 2010/2011 erfolgt schliesslich der operative Start.

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Startschuss fällt bald

Startschuss fällt bald

Solothurner Zeitung

Fabienne Wüthrich

Bätterkinden, Dienstag, 2. Juni: Die Spannung in der Saalanlage steigt. Wird die Gemeindeversammlung dieses Mal der Gründung des Schulverbandes Untere Emme zustimmen - und damit die Weichen für ein gemeinsames Projekt mit Utzenstorf, Wiler und Zielebach stellen? Diese Frage beschäftigte vor allem die vier zuständigen Gemeindepräsidien. Nervös waren sie, bald konnten sie sich aber gelöst zurücklehnen, denn: Die Gründung wurde mit 137 Ja- gegen 32 Nein-Stimmen angenommen (wir berichteten).

Freude über das deutliche Resultat hat natürlich Bätterkindens Gemeindepräsidentin Rosmarie Habegger (SVP). Sie habe im Vorfeld ein Ja erhofft - dieses sei nun am Dienstagabend eingetreten. «Schön, war das Ergebnis so klar», sagt sie. Gemäss der Gemeindepräsidentin wurde in Bätterkinden eine sachliche und faire Diskussion geführt - auch von den Verbandsgegnern. Das deutliche Ja führt Habegger auf die Arbeit des Gemeinderates zurück: «Wir haben das Gespräch mit den Parteien gesucht und inhaltliche Fragen kompetent geklärt», sagt sie.

Kompliment an den Gemeinderat

Update

Die Arbeiten für den Schulverband Untere Emme begannen vor etwa zwei Jahren. Involviert sind die Gemeinden Bätterkinden, Utzenstorf, Wiler und Zielebach. Die drei letzten Gemeinden nahmen an ihren jeweiligen Gemeindeversammlungen die Verbandsgründung unbestritten an; Bätterkinden wies das Geschäft jedoch im Dezember 2009 zurück. Trotzdem wurde das Projekt mit den beschlossenen Zielsetzungen weitergeführt - und auch die Vorbereitungen fortgesetzt. (FWB)

Laut Schwaller sitzen die vier Gemeindepräsidien nun Ende Juni zusammen, um die nächsten Schritte zu konkretisieren. Die offizielle Gründung werde sicher noch dieses Jahr, der operative Start des Verbandes aber erst mit dem Beginn des Schuljahres 2010/2011 erfolgen. «Bis dahin liegt viel Arbeit vor uns.» So müssten die Mietverträge unterschrieben, die Räumlichkeiten definiert und die Schulleitung besetzt werden. «Dann erst geht es richtig los.»

Weil Bätterkinden das Projekt letztes Jahr zurückgewiesen habe, hätten sie fast ein Jahr
Zeit verloren. Das sieht Schwaller aber nicht nur negativ: «Wir konnten Unklarheiten aus der Welt schaffen und das als Chance nutzen.» Mühsam sei hingegen gewesen, dass die anderen Gemeinden gewisse Sachen doppelspurig planen mussten. Dies für den Fall, dass Bätterkinden abgelehnt hätte. Deshalb freut sich Schwaller über das Ja zur Verbandsgründung umso mehr.

«Erfordert viel Gespür»

Zufrieden über Bätterkindens Entscheid zeigt sich auch Utzenstorfs Gemeindepräsident Adrian Burren (SVP): «Das finde ich positiv. Nach diversen Diskussionen ist das ein Zeichen für die Zukunft.» Am Anfang hätte er nicht mit einem solch deutlichen Resultat gerechnet. Trotz all den negativen Stimmen habe Bätterkinden aber den Schritt zur Verbandsgründung gewagt.

Die Aufgabe der vier Gemeindepräsidien sei klar: «Wir müssen aktiv werden.» So gelte es, Gremien zu bestimmen und eine Übergangslösung des jetzigen Schulsystems in den Verband aufzugleisen. Das brauche Zeit. Und: «Es erfordert sehr viel Gespür von unserer Seite.»

Dass die vierte in den Schulverband Untere Emme involvierte Gemeinde auch erfreut über Bätterkindens Ja ist, kann nur erahnt werden: Zielebachs Gemeindepräsidentin Marianne Brügger (SP) war bis zum Redaktionsschluss nicht erreichbar.