Studentenproteste

Basler Aula-Besetzer wollen übers Wochenende in der Uni bleiben

Aula der Uni Basel bleibt weiter besetzt

Aula der Uni Basel bleibt weiter besetzt

An der Universität Basel gehen die Studentenproteste weiter. Die Aktivisten der Bewegung «Unsere Uni» wollen die Aula auch über das Wochenende besetzt halten. Für die kommenden Wochen zeichnen sich auch in andern Schweizer Universitätsstädten Protestaktionen ab.

Gemäss einem verbreiteten Flyer sollen in der seit Mittwoch besetzten Aula sowohl am Samstag als auch am Sonntag weitere Diskussionsrunden und Workshops durchgeführt werden. Dazu sind am Mittag und am Abend Plenumssitzungen geplant. An solchen Anlässen nahmen in den letzten Tagen jeweils 100 bis 200 Studierende teil, wie ein Sprecher der Bewegung auf Anfrage sagte.

Rund 300 Studierende hatten sich am Donnerstagabend laut dem Sprecher an einer Vollversammlung beteiligt, an der Rektor Anonio Loprieno vier Kernforderungen unterbreitet wurden. Der Rektor habe sich verpflichtet, die verlangte Abschaffung der Studiengebühren in die nächste Plenarversammlung der Rektorenkonferenz einzubringen, teile die Bewegung "Unsere Uni" mit.

Zu den weiteren Forderungen gehörten die Abschaffung des Unirates, mehr Transparenz bei den Finanzströmen und die Wiedereingliederung des Uni-Personals im Catering und bei der Reinigung.

Weiter kämpft "Unsere Uni" gegen die so genannte Verschulung des Studiums. Neben angemessenen Betreuungsverhältnissen wurde dabei auch die Abschaffung der Präsenzkontrollen verlangt. Für die meisten Forderungen habe sich Loprieno aber nicht zuständig erklärt, heisst es im Communiqué.

Die Aktivitäten für eine Demokratisierung der Universität stehen in Zusammenhang mit einer internationalen Aktionswoche, die noch bis nächsten Mittwoch dauert.

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