Friedensnobelpreis

Barack Obama: «Ich bin überrascht und zutiefst demütig»

Barack Obama reagiert bescheiden auf Nobelpreis

Barack Obama reagiert bescheiden auf Nobelpreis

Das Nobelkomitee hat Barack Obama überraschend mit dem Friedensnobelpreis 2009 ausgezeichnet. Der US-Präsident reagiert mit demonstrativer Bescheidenheit auf die Vergabe des Friedensnobelpreises.

"Ich bin überrascht und zutiefst demütig", sagte er im Rosengarten des Weissen Hauses. Um ehrlich zu sein, glaube er nicht, dass er es verdiene, sich in der Gruppe vergangener Nobelpreisträger zu befinden, die so viel erreicht hätten, sagte Obama. Er betrachte den Preis nicht als eine Bestätigung für Erreichtes, sondern als eine Herausforderung.

Er werde die Ehrung annehmen, sagte der Präsident. Zugleich betonte er, jedes Land müsse Verantwortung für den Frieden übernehmen. Keine Nation und kein Präsident könne diese Aufgabe alleine schaffen. Ausdrücklich nannte Obama die atomare Abrüstung und den Konflikt zwischen Israelis und Palästina in Nahost. Einige Aufgaben werden sich aber nicht während seiner Amtszeit bewältigen lassen, sagte Obama.

Als Begründung für die Wahl Obamas teilte das Komitee mit, dass er für seine "ausserordentlichen Bemühungen zur Stärkung der internationalen Diplomatie" geehrt werde.

Obama habe ein "völlig neues internationales Klima" geschaffen, hiess es in der Begründung. Der Preis ist mit umgerechnet 1,48 Millionen Franken dotiert und soll am 10. Dezember übergeben werden.

Der Vorsitzende des Nobel-Komitees, der Norweger Thorbjoern Jagland, sagte, der US-Präsident erhalte den Preis gerade auch wegen seines Einsatzes für eine atomwaffenfreie Welt. Obama wurde im vergangenen November zum ersten schwarzen Präsidenten der USA gewählt.

"Alles, was er in seiner Zeit als Präsident angepackt hat, und wie sich das internationale Klima durch ihn verändert hat, ist schon mehr als Grund, ihm dem Friedensnobelpreis zu verleihen", sagte Jagland.

Das Komitee habe schon immer versucht, noch nicht abgeschlossene Entwicklungen für den Frieden zu stimulieren und zu fördern. Das sei auch bei den Vergaben an Bundeskanzler Willy Brandt und an den damaligen sowjetischen Parteichef Michail Gorbatschow der Fall gewesen.

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