Toni Widmer

Der Knoten Suhrebrücke, die Kreuzung bei der Ausfahrt vom Aarauer Stadtzubringer T5 ist in den Hauptverkehrszeiten bereits jetzt überlastet. Das hat insbesondere auch Folgen für den öffentlichen Verkehr. Bedingt durch die regelmässigen langen Staus ist die Fahrplanstabilität oft nicht mehr gewährleistet. Die Verkehrsfrequenzen auf dem Knoten werden eher noch zunehmen, wenn - voraussichtlich Ende Jahr - die Neue Staffeleggstrasse eröffnet wird.

Zur Überbelastung kommen altersbedingte bauliche Mängel. So müssen die 22 Jahre alte Lichtsignalanlage erneuert, mehrere Brücken saniert sowie die Strassenbeläge ersetzt werden. Kapazität und Verkehrsfluss will man im Rahmen des Um- und Ausbaus auf der bestehenden Verkehrsfläche verbessern. Brücken und Strassentrassee müssen nicht oder nur minimal verbreitert werden. Vorgesehen sind verschiedene Optimierungen bei der Verkehrsführung. So gibt es ab dem neuen Tellikreisel bergwärts künftig drei statt wie bisher zwei Spuren. Die rechte Spur ist als direkter Zubringer in Richtung Buchs und Stadt ausgelegt, die beiden linken Spuren dienen als Zufahrt auf die Aaretalstrasse T5.

Bund zahlt an Autobahnbrücken

Die auf rund 10 Mio. Franken veranschlagte Sanierung des Knotens ist Sache des Kantons Aargau. Weil er im Ausserortsbereich liegt, müssen sich weder Stadt Aarau noch Gemeinde Buchs an den Kosten beteiligen. Zur Kasse gebeten wird aber der Bund. Weil die T5 als Autobahnzubringer gilt, muss der Bund sich an der Sanierung der beiden Nationalstrassenbrücken mit knapp 50 Prozent beteiligen. Das macht einen Beitrag von 1,585 Mio. Franken aus, dem Kanton verbleiben 8,448 Mio.

Der Regierungsrat bezeichnet das Projekt als dringlich. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) plant, bereits 2011 mit der Sanierung zu beginnen und sie 2013 abzuschliessen. Im Herbst 2009 ist das Projekt bei Gemeinden, Parteien und Verbänden in die Vernehmlassung geschickt worden. Jetzt liegt der Bericht und Antrag an den Grossen Rat vor. Stimmt das Parlament zu, soll nach Rechtskraft des Beschlusses das Submissionsverfahren folgen.

Keine grundsätzliche Opposition

Aus dem Ergebnis der Vernehmlassung darf geschlossen werden, dass dem Projekt im Grossen Rat kaum heftige Opposition erwachsen wird. Bis auf eine einzige Eingabe hätten alle an der Anhörung beteiligten Organisationen dem Knotenausbau zugestimmt und grossmehrheitlich auch eine rasche Umsetzung gefordert.

Die Realisierung des Vorhabens, schreibt das BVU in der Vorlage an den Grossen Rat, habe positive Auswirkungen auf die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Gemeinden in der Region Aarau. Der Knotenausbau mit modernster Verkehrsregelung gewährleiste auch nach der Inbetriebnahme der Neuen Staffeleggstrasse die notwendige Leistung für einen optimalen Verkehrsfluss. Davon profitiere insbesondere der öffentliche Verkehr, weil die Fahrplanstabilität erhöht werde.