Wohlen
Bald üben Autofahrer auf der Piste am Bahndamm

Mit einem Baurechtsvertrag für 50 Jahre will der Wohler Fahrhof eine Parzelle von gut 12 300 Quadratmetern Grösse zwischen dem Winterquartier des Circus Monti und den Schrebergärten von der Ortsbürgergemeinde übernehmen. Dort soll die neue Übungspiste für die Fahrschule entstehen.

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Fahrhof Wohlen

Fahrhof Wohlen

Zur Verfügung gestellt

Fabian Hägler

Landverkauf wurde abgelehnt

Bereits vor acht Jahren, an der Ortsbürgergemeindeversammlung vom 25. 11. 2001, stellte der Gemeinderat den Antrag, Gemeinderat, Ortsbürgerkommission und ortsbürgerliche Finanzkommission seien zu ermächtigen, in gemeinsamen Sitzungen und mit Zuschlag der Mehrheit aller Anwesenden diese Parzelle für die Ansiedlung von Industrie- oder Gewerbebetrieben zu verkaufen oder im Baurecht abzugeben. Der Antrag wurde damals klar abgelehnt. Aus den Diskussionen ging deutlich hervor, dass insbesondere ein Verkauf von Ortsbürgerland nicht infrage kommt. Hervorgehoben wurden andererseits die Vorzüge des Baurechts, insbesondere aus finanzieller Sicht. (fh)

Der Fahrhof Wohlen ist eines von drei Unternehmen im Aargau, das die Lizenz für die obligatorische Weiterbildung von Neulenkern besitzt. Ausserdem bietet die Firma Fahrschule in sämtlichen Kategorien und die Ausbildung von Fahrlehrern an. Zurzeit werden die Kurse auf dem ehemaligen Parkplatz vor der Montana AG in Villmergen durchgeführt. Dies soll sich aber bald ändern, der Fahrhof plant einen umfangreichen Neubau.

Eine Fahrpiste mit mehreren Spuren, ein Schulungsgebäude mit Unterrichtsräumen, Büro, Aufenthaltsraum und sanitären Anlagen und 40 Parkplätze sind im Wilermoos vorgesehen.

Land für 50 Jahre im Baurecht

Die benötigte Fläche, die zwischen dem Winterquartier des Circus Monti und den Schrebergärten liegt, wollen die Wohler Ortsbürger im Baurecht für 50 Jahre zur Verfügung stellen. Am 7. September wird an einer ausserordentlichen Ortsbürgergemeindeversammlung über die Zukunft der Parzelle entschieden, die derzeit noch landwirtschaftlich genutzt wird.

Der Gemeinderat beantragt, das 12 322 Quadratmeter grosse Areal dem Fahrhof für einen Preis von 275 Fr. / m2 abzugeben. Kommt das Geschäft zustande, können die Ortsbürger mit jährlichen Zinseinnahmen von gut 93 000 Franken rechnen.

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