Wiedlisbach

Bald ist Ordnung im Froburger Städtli

Die Lösung naht: Parkplatznot dürfte es in Wiedlisbach bald nicht mehr geben. (Archiv)

Parkplatz Guggerzentrum

Die Lösung naht: Parkplatznot dürfte es in Wiedlisbach bald nicht mehr geben. (Archiv)

Die Lösung für das lange währende Parkplatzproblem in Wiedlisbach rückt in greifbare Nähe: An der Gemeindeversammlung vom 30. November stimmt das Volk über das Parkplatzreglement ab.

Marisa Cordeiro

Die wilden Zeiten im Froburger Städtl sind bald vorbei. Die Rede ist von der Ära der wild parkierenden Autos, die in Wiedlisbach wiederkehrend für rote Köpfe sorgten. Schon in wenigen Monaten aber soll ihm der Garaus gemacht werden. An der Gemeindeversammlung vom 30. November stimmt die Bevölkerung nicht über irgendein, sondern das Parkplatzreglement ab.

Neues Reglement drängt

«Ja, das Parkplatzreglement ist in Wiedlisbach ein älteres Kapitel», sagt auch Gemeinderat Martin Frank (BDP) und lacht. Dies kommt nicht von ungefähr: Seit gut 25 Jahren nämlich versucht die Gemeinde die Krux von zu viel Wohnraum und zu wenig Parkplätzen zu lösen. Wildes Parkieren und Laternenparkplätze - Wohnungsmieter, die tagelang öffentliche Autoabstellplätze besetzen - sind die Folge.

Voraussichtlich Anfang März 2010 aber wird die umgebaute Coop-Filiale und damit auch das neue Parkhaus eröffnet, in deren öffentlichen Teil die Gemeinde 50 Parkplätze für 1,75 Millionen Franken kaufen wird. Dies ist denn auch der Grund dafür, dass das lange gehütete Parkplatzreglement - das in all den Jahren seiner Existenz nie genehmigt wurde - nun so dahin drängt.

Fair für alle soll es sein

Bereits dann, als die Gemeindeversammlung dem Kauf der 50 neuen Parkplätze zustimmten, stand fest, dass diese von Beginn weg bewirtschaftet werden müssen. Das wiederum ist nur möglich, wenn ein Parkplatzreglement vorliegt. Dieses hält fest, wo Parkplätze von welchem Typ, zu welchen Konditionen angelegt werden können und wer Anspruch auf diese erheben kann.

Ein gutes Jahr lang hat der Verkehrsausschuss an diesem Reglement gearbeitet. Frank sagt, die Schwierigkeit habe darin bestanden, ein für die Bevölkerung und die Gemeinde faires Reglement auszuarbeiten. Auf der Hand liegt dabei, dass die Einstellhallenparkplätze nur dann rentieren werden, wenn nicht nur sie, sondern auch die rund 40 Parkplätze im und ums Städtli herum bewirtschaftet werden. Zudem soll ein Anreiz geschaffen werden, primär die Parkplätze in der Einstellhalle zu benützen. Dazu soll das Parkieren ausserhalb des Städtlis etwas teurer werden als in der Einstellhalle.

«Räppele» kommt erst

Wichtig sei, sagt Frank, dass die Bevölkerung die Bewirtschaftung sämtlicher Parkplätze in Wiedlisbach nun nicht als Bestrafung ansehe. Nur so würden nämlich für alle die gleichen Konditionen gelten. Er fügt mit Betonen an: «G'Räppelet heimr jetz noni.» Dies könne erst erfolgen, wenn das Reglement genehmigt sei. Die Preise werden dann durch den Gemeinderat abgesegnet. Etwas schickt Frank bereits voraus: «Die Preise werden sich jenen von Coop angleichen.»

Sobald das Reglement genehmigt ist, sollen die Parkuhren angeschafft und im Frühjahr die Parkplätze im und ums Städtli frisch markiert werden. Dazu wird der Verkehrsausschuss ein Parkplatzkonzept erstellen. Auch die Kontrollen sollten dann wieder aktiviert werden, so dass fortan Ordnung im Froburger städtli einkehrt.

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