Birmensdorf

Bald bereit für die Baueingabe

«am Bach»: Das Alterszentrum in Birmensdorf, wie es nach Bauvollendung aussehen soll. Visulaisierung: Egli Rohr Partner AG

ambach

«am Bach»: Das Alterszentrum in Birmensdorf, wie es nach Bauvollendung aussehen soll. Visulaisierung: Egli Rohr Partner AG

Immer konkreter werden die Züge des geplanten Alterszentrums für die Gemeinden Birmensdorf und Aesch. Am 26. Mai wird in Birmensdorf an der Gemeindeversammlung über den Gestaltungsplan entschieden. Nächstes Jahr soll Baubeginn sein.

Daniel von Känel

Der Zeitplan ist eng. Ende 2010 laufen die Anschlussverträge der Gemeinden Aesch und Birmensdorf mit der Gemeinde Urdorf aus. Möglichst bald soll deshalb das eigene Alterszentrum «Am Bach» in Birmensdorf bezugsbereit sein. Wie es grundsätzlich aussehen soll, ist seit der Kür des Siegerprojektes bekannt - das Gebäude mit den beiden Innenhöfen von Egli Rohr Partner AG machte das Rennen.

In der Zwischenzeit wurde auch der dafür notwendige Gestaltungsplan ausgearbeitet. Während der öffentlichen Planauflage seien keine Einwendungen eingegangen, sagt Paul Gähler, Birmensdorfs Planungs- und Bauvorstand. Ein Gestaltungsplan wurde nötig, weil das Gebiet «Am Bach», wo das Alterszentrum geplant ist, zur Kernzone gehört. Mit den bisher gültigen Bestimmungen wäre dieser Bau nicht möglich gewesen. Der Kanton habe den Gestaltungsplan ebenfalls geprüft und stehe ihm positiv gegenüber.

Planung der Räume

«Wir sind tief im Bauprojekt drin», erklärt Gabriela Devigus Minder vom Planungsbüro H. Limacher Partner AG. Das Wettbewerbsprojekt sei überarbeitet worden, man steuere geradewegs auf die Baueingabe zu.

Andreas Schmidt von Egli Rohr Partner AG erklärt, dass man substanziell nicht viel verändert habe. Die Änderungen bezögen sich auf das Innere, also hauptsächlich auf die räumliche und funktionale Organisation. So habe man beispielsweise bei der geschützten Wohngruppe neu noch einen hausinternen Rundgang für die Bewohnerinnen und Bewohner eingearbeitet. «Schon sehr detailliert haben wir uns mit der Küche und der Lingerie befasst», sagt Schmidt. Da diese Bereiche den hohen Anforderungen der Hygiene entsprechen müssten, sei die frühe Planung besonders wichtig. Geprüft habe man auch die Art der Wärmeerzeugung. Die Voraussetzungen seien gut, dass man die Wärme eines Grundwassersees mit einer Wärmepumpe nutzen könne. Die Planung der Umgebungsgestaltung sei ebenfalls weit fortgeschritten. Dies gelte auch für die beiden markanten Innenhöfe. Die Baueingabe, sagt Schmidt, sei im Zeitraum Mitte Juni bis Anfang Juli vorgesehen.

Laut Karl Traub, Präsident der Trägergenossenschaft, ist man bezüglich Planung auf Kurs. Vorausgesetzt, dass der Gestaltungsplan an der Gemeindeversammlung vom 26. Mai angenommen wird, soll im Herbst die Ausführungsplanung an die Hand genommen werden. Der Baubeginn ist im ersten Quartal 2010, der Bezug des Alterszentrums im 3. Quartal 2011 vorgesehen.

Dann werden die Verträge mit Urdorf bereits ausgelaufen sein. Wer aber Ende 2010 aus den Gemeinden Birmensdorf und Aesch im «Weihermatt» in Urdorf sei, könne noch dort wohnen bleiben.

Alterswohnungen separat

Immer wieder sei er auch auf das Thema Alterswohnungen angesprochen worden, sagt Traub. Dazu hält er fest, dass dieses Thema von den Gemeindebehörden angestossen werden müsse. Dazu gebe es auch offene Fragen, zum Beispiel nach der genauen Definition des altersgerechten Wohnraums. Die Genossenschaft Alterszentrum «Am Bach» sei mit seinen Ressourcen ausgelastet, ein direktes Engagement für das Thema Alterswohnung könne sich die Genossenschaft nicht leisten.

Wichtig für das geplante Alterszentrum sei, sagt Gähler, dass die Gemeindeversammlung den Gestaltungsplan genehmige. Dies sei die Voraussetzung dafür, dass es umgesetzt werden könne.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1