Fabian Hägler

Seit gut zwei Jahren wehren sich die Gegner der geplanten Wohler Bahnhofüberbauung gegen das Projekt - aus ihrer Sicht bisher erfolgreich. Die Baubewilligung des Gemeinderats fochten sie beim Regierungsrat in Aarau an und erhielten recht.

Die Bewilligung wurde aufgehoben, der Baustart konnte nicht erfolgen. Zuletzt korrigierte das Verwaltungsgericht diesen Entscheid des Regierungsrats und stellte die Weichen diesen Sommer in Richtung Baubeginn.

Beschwerde in Lausanne

Doch die beiden Anwohner reagieren erneut: Am letzten Tag der Frist ziehen sie den Entscheid des Verwaltungsgerichts weiter. Mit einer so genannten «Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten» gelangen sie ans Bundesgericht.

Peter Feldmann, Inhaber der Feldmann Generalbau AG und Bauherr, war schon nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts vorsichtig. «Ich gehe davon aus, dass die Anwohner alle juristischen Mittel ausnützen werden», sagte er damals.

Feldmann ist aber überzeugt, dass die Bahnhofüberbauung dereinst realisiert wird. «Es ist ein sehr gutes Projekt, von dem wir überzeugt sind», erklärte der Murianer Immobilienunternehmer.

Laut dem Wohler Gemeindeammann Walter Dubler dürfte der «Umweg» über das Bundesgericht in Lausanne rund drei Monate in Anspruch nehmen. Er sei aber zuversichtlich, das Ziel einer Bahnhofüberbauung dennoch zu erreichen, sagte Dubler dem «Wohler Anzeiger.»

Weitere Verzögerungen sind aber absehbar: Weist das Bundesgericht die Beschwerde ab, ist der Regierungsrat wieder am Zug. Liegt schliesslich eine neue Baubewilligung vor, kann auch diese wieder vor Verwaltungsgericht angefochten werden.