Jürg Amsler

«Es sieht schon etwas wild aus, was gegenwärtig am Bahnhofstutz abläuft. Doch die Bauarbeiter sind jederzeit Herr der Lage.» Christoph Abbühl, Bauverwalter in Büren: «Es zeigt sich, dass da Leute mit viel Erfahrung am Werk sind.» Marc Kurth, Bauführer der Firma Marti AG Bern/Solothurn hört solches Lob natürlich gern.

Er windet aber gleichzeitig den Anwohnern ein Kränzchen: «Die lassen sich von den Unannehmlichkeiten nicht aus der Ruhe bringen und nehmen es überraschend locker. Ich hätte eigentlich mehr Opposition erwartet.» Ihre Leute würden auch gerne helfen, wenns irgendwie möglich ist, sagt Kurth, «schliesslich sind wir jetzt gut zwei Jahre hier in Büren und wollen mit der Bevölkerung ein gutes Einvernehmen pflegen.»

Gegenwärtig werden die Werkleitungen und die verschiedenen Hausanschlüsse ersetzt. Bauherrschaft für diese Arbeiten sind die Einwohnergemeinde sowie die Energieversorgung Büren AG. «Sobald alle Leitungen im Boden sind, wird der Kanton mit dem eigentlichen Strassenbau beginnen. Ein erster Brocken wartet mit dem Kreisel beim Bahnhof.»

Abbühl erklärt: «Es ist von Vorteil, wenn dieser Kreisel in einem Zug gebaut werden kann - ohne störenden Verkehr.» Wie dieser jedoch möglichst von der Baustelle ferngehalten werden kann, darüber brütet die Bauherrschaft noch. Abbühl: «Wir prüfen zusammen mit den SBB verschiedene Möglichkeiten. Das Ei des Kolumbus ist aber noch nicht gefunden.»

Knacknuss Kreisel Aarbergstrasse

Mehr Kopfzerbrechen bereitet den Verantwortlichen der Bau des Kreisels bei der Einmündung der Bahnhofstrasse in die Aarbergstrasse. «Wir wollen die erste Bauetappe bis Ende Jahr fertig haben. Damit dies gelingt, müssen wir möglichst ‹verkehrsfrei› arbeiten können.»

Marc Kurth sagt, unter welchen Bedingungen der Terminplan eingehalten werden kann. «Das grosse Problem wird der Transitverkehr in der Ost-West-Richtung sein.» Abbühl ist sich bewusst, dass die ideale Verkehrsführung nicht so leicht zu bewerkstelligen ist.

«Jetzt, während der Schulferien, ist die Umleitung über den Schützen- und Güterweg zu verantworten. Nachher, wenn vor allem die Kindergartenschüler vom Kindergarten am Beundenweg wieder unterwegs sind, müssen wir für deren Sicherheit besorgt sein.» Ob der von Dotzigen kommende Verkehr bereits über das Industriequartier Dotzigenfeld und den Lindenweg geleitet werden soll, ist noch nicht entschieden.

«Die Wasserleitungen sind in diesem Strassenabschnitt zum Teil sehr alt. Wir wollen keine Schäden riskieren - und auf jeden Fall den Super-GAU vermeiden.» Der Bauverwalter hat eine Hoffnung: «Wenn es sich herumspricht, dass die Durchfahrt in Büren gegenwärtig erschwert ist, weichen vielleicht einige Verkehrsteilnehmer auf andere Routen aus.»