Am Eingang des BAG treffen die az-Journalisten auf viele BAG-Mitarbeiter, die am Rauchen sind. «Wenigstens haben wir jetzt das Problem Passivrauchen im Haus geregelt, nachdem wir im letzten Jahr das Fumoir geschlossen haben», so Struplers Antwort. Und: Schlussendlich müsse jeder selbst entscheiden, was er mit seiner Gesundheit mache.

Allein die Tabaksucht verursacht in der Schweiz jährlich Kosten von 2,2 Milliarden Franken. Zusammen mit falscher Ernährung, Bewegungsmangel und Alkohol steigen die Kosten auf 15 Milliarden Franken, wie Strupler erzählt. Aber: Für ihn, der selbst bis zum 40. Altersjahr geraucht hat, ist klar: Man kann die Freuden des Lebens länger geniessen, wenn man besser «zwäg» ist. «Man muss sich die Freuden eben etwas aufteilen», sagt Strupler.

«Ich fühle mich oft hilflos»

Pascal Strupler sieht in der Qualitätsverbesserung der Spitäler und Pflegezentren dringend Handlungsbedarf. Schaue er auf die Kostenentwicklung, müsse er schon zugeben, dass er sich oft «hilflos» fühle. «Es braucht mehr Sicherheit für die Patienten», sagt Strupler. Mit einer Steigerung der Qualität will er Gegensteuer geben, um die Kosten im Gesundheitswesen nicht noch weiter ansteigen zu lassen.

«Wir haben jährlich etwa 350'000 vermeidbare Spitaltage. Und jedes Jahr gibt es schätzungsweise 2000 bis 3000 vermeidbare Todesfälle nach einer Spitalbehandlung», sagt er.

«Oftmals sind es Basics. Jeder Pilot führt etwa vor einem Flug einen gründlichen Check aller Geräte und Abläufe durch. Das ist in Schweizer Spitälern und Arztpraxen nocht nicht durchgängige Praxis», sagt Strupler im az-Interview weiter. (sha)

Das gesamte Interview lesen Sie in der heutigen Printausgabe auf der Seite 3 der az.