Fusion

Badens Stadtammann: «Wer informiert ist, sagt eher Ja zur Fusion»

Der Badener Stadtammann Stephan Attiger ist über das Nein der SVP zum Zusammenschluss von Baden und Neuenhof ein wenig verwundert. Dass die Diskussion so in Gang kommt, findet Attinger dagegen gut. Mit mehr Information steige auch die Zustimmung, glaubt der Stadtammann.

«Ich bin nicht überrascht, wenn jemand Nein zum Zusammenschluss sagt», erklärt Badens Stadtammann Stephan Attiger. Die Erfahrung an zahlreichen Informationsanlässen hätten ihm gezeigt, dass viele Leute zuerst ablehnend seien, sobald sie aber einige Kenntnisse hätten, ihre Meinung aber ändern würden: «Wer informiert ist, der sagt eher Ja zum Zusammenschluss.»

Auseinandersetzung muss sein

Am gefährlichsten sei es, wenn keine Auseinandersetzung stattfindet, so Attiger. Dass mit dem Nein der SVP eine Diskussion in Gang komme, findet der Stadtammann gut. «Ich bin zwar ein wenig verwundert, denn in den Kommissionen hat es keine Gegenstimmen gegeben, auch nicht von der SVP», sagt Attiger.

Wenn das Bauchgefühl eher ablehnend sei, dann möge das vielleicht an der mangelnden Information liegen, glaubt Stephan Attiger. «Das Image, das vielfach von Neuenhof besteht, ist nicht dort, wo es hingehört.» Dass die Themen Finanzen und Ausländer bei der Bevölkerung Skepsis auslösen, ist sich Attiger bewusst. «Leider vergisst man dabei, welche Vorteile der Zusammenschluss auch für die Stadt Baden bringen wird».

Ertragspotenzial in Neuenhof

«Unser Ertragspotenzial ist in Baden zu 96% ausgeschöpft», so Attiger. Allein in Dättwil hat Baden 6000 Arbeitsplätze. Doch ein weiteres Wachstum ist kaum mehr möglich. «Darum wird Baden in 5 bis 10 Jahren ein Ertragsproblem haben», ist der Stadtammann überzeugt, denn bei stagnierenden Einnahmen würden die Ausgaben weiter steigen. Weil in Neuenhof ein Ertragspotenzial bestehe, sei der Zusammenschluss auch für die Stadt Baden ein Gewinn.

Nach der Einwohnerratssitzung in Baden und der Gemeindeversammlung in Neuenhof am Dienstag wird der Abstimmungskampf starten. Der Stadtrat wird informieren, aber keinen Abstimmungskampf betreiben: «Das ist Sache der Parteien und des Komitees», so Attiger. Er ist überzeugt, dass die Diskussion, die jetzt einsetzt, klärend wirkt und viele Skeptiker von den positiven Argumenten überzeugen wird. (-rr-)

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