Roman Huber

Bereits im Planungsbericht 1998 der Stadt Baden war das Mobilitätsmanagement ein Thema. Ziel war die Förderung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität in der verkehrsgeplagten Region. In der Zwischenzeit ist einiges

geschehen. Der Einwohnerrat hatte im September 2003 einen Bruttokredit von 450 000 Franken für die «Mobilitätsberatung in Unternehmen» und 170 000 Franken für den Aufbau einer Mobiliätszentrale gesprochen.

Alles, was Mobilität betrifft

Der Kanton Aargau und der Verkehrsverband Aargau Ost (VAO) beteiligten sich am Projekt: Der Kanton mit 120 000 Franken für die Mobilitätsberatung, der VAO mit 85 000 Franken
an die Mobilitätszentrale. Nachträglich steuerte Energie Schweiz 40 000 Franken bei. Der Stadt Baden blieben 55 000 Franken der Kosten. Rund 20 Stellenprozente der Stadt betrug der Aufwand für das gesamte Projekt Mobilitätsmanagement; diese Kosten werden der Mobilitätsberatung belastet.

Die Beratungs- und Verkehrszentrale der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen und das Info Baden erbringen die Dienstleistungen der Mobilitätszentrale. In der Aufbauphase des Projekts wurde das Angebot von Informationen über den öffentlichen Verkehr und örtliche Infos ergänzt mit andern Verkehrsmitteln wie zu Fuss, mit Velo, Auto und Carsharing. Parallel dazu erfolgte der Auftritt im Internet. Im Juli 2005 nahm die Mobilitätszentrale den Pilotbetrieb auf. Das Projekt wurde von der Abteilung Entwicklungsplanung der Stadt Baden begleitet.

Bis 2011 Geld für das Projekt

Im Juni 2006 wurde das Pilotprojekt ausgewertet und für weitere fünf Jahre verlängert; alle Partner haben ihre Finanzierung zugesagt. So lange soll auch die Mobilitätsberatung weitergeführt werden. Im September 2003 wurden alle Betriebe mit über 100 Arbeitnehmenden angeschrieben. Bei mehreren Firmen führte man Initialberatungen durch; auf Stadtgebiet fanden sieben Projekte für Mobilitätsberatung statt, bei denen Lösungen für eine gute Mobilität gesucht wurden.

Zurzeit ist laut Stadtrat ein Projekt mit der Alstom in Arbeit. Ebenso wurde bei Oracle in Dättwil im Frühjahr eine Initialberatung durchgeführt. Wie es nach 2011 weitergehen wird, ist noch offen. Über die Fortsetzung wird mit Kanton und VAO verhandelt. Im Vordergrund steht eine regionale Lösung.

Die Mobilitätszentrale «badenmobil» ist vom Pilotprojekt zur dauerhaften regionalen Einrichtung geworden. Dies zeugt laut Stadtrat vom Erfolg des Projekts: «Es ist gelungen, für das überkommunale Problem der Mobilität einen regionalen Ansatz zu finden und diesen zu verankern», heisst es in der Abrechnungsvorlage des Badener Stadtrats.