Noch 2010 seien auf den 1‘000 Autobahnkilometern weniger als 30'000 Verstösse registriert worden, berichtet die «Schweiz am Sonntag». Gegenüber 2012 habe die Anzahl der geblitzten Schweizer letztes Jahr um 1,6 Prozent zugenommen.

Jeden Tag haben durchschnittlich 85 Schweizer einen Strafzettel von der Zentralen Bussgeldstelle Karlsruhe erhalten, womit die Schweizer die besten Kunden unter den ausländischen Verkehrssündern darstellten.

Etwa 6‘200 Schweizer Lenker seien dabei mit mehr als 20 Kilometern zu viel auf dem Tacho erwischt worden, was in der Schweiz eine Anzeige zur Folge hätte.

Diese Entwicklung steht im Widerspruch zum Trend auf Schweizer Strassen, schreibt die Zeitung weiter. 2012 seien hierzulande knapp 23‘000 Lenker wegen «grober Verletzung der Verkehrsregeln» verurteilt worden, was gegenüber dem Rekordjahr 2010 einer Abnahme von 15 Prozent entspreche.

Wie Zahlen der EU zeigten, würden in der Schweiz pro 1‘000 Einwohner und Jahr jeweils etwa 300 bis 350 Bussen verschickt, während es in Frankreich 138 Bussen auf 1‘000 und in Italien 24 auf 1‘000 Einwohner seien. Mit 10 und 17 Bussen pro 1‘000 Einwohner würden in Litauen und Tschechien am wenigsten Bussen verteilt. Noch mehr als in der Schweiz seien es in Österreich mit 456 und in Holland mit 588 Strafzetteln pro 1‘000 Einwohner.