Ostumfahrung
Bad Zurzach: Zwei Varianten für Ostumfahrung

Der Gemeinderat Bad Zurzach rechnet spätestens im ersten Quartal 2011 mit einem Entscheid zur Ostumfahrung. Zwei Varianten stehen dabei im Fokus.

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Nur wenige Wortmeldungen hat es an der Gemeindeversammlung in Bad Zurzach gegeben. Die anwesenden 89 Stimmberechtigten hiessen am Donnerstagabend alle Geschäfte in rund zwei Stunden mit grosser Mehrheit gut. Unter «Verschiedenes» ging der Gemeinderat auf wegweisende Projekte ein.

Gemeindeammann Franz Nebel erwähnte das Treffen mit Regierungsrat Peter C. Beyeler Ende Mai, an dem über die Ostumfahrung sowie das Fleckenkonzept diskutiert wurde. Bei der Ostumfahrung sind zwei Varianten im Gespräch: ein Tunnelbau, der auf rund 95 Mio. Franken zu stehen kommt und in etwa 20 Jahren realisiert werden kann.

Oder eine Kombination von bergmännischer und offener Linienführung, die in 5 bis 10 Jahren erstellt werden kann und mit rund 40 Mio. Franken zu Buche schlägt. Der Gemeinderat legt gemäss Ammann Nebel Wert auf einen optimalen Lärm- und Sichtschutz.

Sportzentrum als grosse Chance

Ziel des Fleckenkonzepts sei es, Bad Zurzach als regionales Zentrum und attraktiven Tourismusort zu stärken, meinte Nebel. In einem nächsten Schritt werden die Details erarbeitet. Am 7. September ist eine Informationsveranstaltung geplant. Mit dem Varianten-Entscheid sowie mit der Festsetzung im kantonalen Richtplan kann gemäss Nebel Ende dieses Jahres oder im ersten Quartal 2011 gerechnet werden.

Gemeinderätin Catherine Schindler Kündig informierte über die Pläne für ein regionales Sportzentrum. Sie sprach von einer grossen Chance für Bad Zurzach. Der Standort in der Barz sei ideal für eine Turnhalle mit Aussenanlagen. «Wir haben sehr gute Voraussetzungen.» Heute seien die Turnhallenkapazitäten am Anschlag, stellte sie fest.

«Wir müssen Massnahmen ergreifen»

Gemeinderat Reto S. Fuchs wies auf die aktuelle Finanzsituation hin. Zur Erinnerung: Die Rechnung 2009 schloss mit einem Aufwandüberschuss von rund 112000 Franken ab. Fuchs machte darauf aufmerksam, dass die Steuerkraft in den letzten zehn Jahren um 20 Prozent abgenommen hat.

Die Verschuldung pro Kopf nahm zu. Ein Ende dieser Entwicklung sei nicht absehbar, so Fuchs. Auch für 2010 erwartet er ein Defizit. Kurz: Die Ausgangslage sei nicht ermutigend. «Wir müssen Massnahmen ergreifen.»

Laut Fuchs gilt es, die Effizienz zu steigern und Einsparmöglichkeiten zu prüfen. Auch der Steuerfuss werde ein Thema sein. Es handle sich um einen schmerzhaften Prozess, einen Hosenlupf, der nur gemeinsam zu schaffen sei, sagte der Gemeinderat und versicherte: «Wir werden einen fundierten Finanzplan erstellen.» (mhu)

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