AKW-Debatte
az-Leser sind zunehmend kritisch gegenüber AKW

Eine Mehrheit der Nutzerinnen und Nutzer des az-Onlineangebots hat das Vertrauen in die AKW-Betreiber verloren. Die Leser sind für die Abschaltung von Atomkraftwerken und glauben, dass der Bundesrat der Atomlobby zu freundlich gesinnt ist.

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Eine Dampfsäule des AKW Gösgen steigt über Obergösgen auf

Eine Dampfsäule des AKW Gösgen steigt über Obergösgen auf

Keystone

Nach der verheerenden Katastrophe von Japan schwindet auch in unseren Breitengraden der Glaube an die Kernenergie.

82 Prozent der az-Leser haben das Vertrauen in die Schweizer AKW verloren. Sie sind der Ansicht, dass die Betreiber der Kernkraftwerke nicht mit offenen Karten spielen, wie aus einer Online-Umfrage hervorgeht. Nur gerade 18 Prozent Umfrage-Teilnehmer finden, dass die Situation in der Schweiz nicht mit der in Japan zu vergleichen sei.

Fast 70 Prozent sind für die Abschaltung des KKW Mühleberg, das seit 1972 in Betrieb ist.

Weitere 86 Prozent glauben zudem, dass der Bundesrat der Atomlobby gegenüber zu freundlich gesinnt ist. Dies, weil ein möglicher AKW-Störfall in den sogenannten «Vorsorgeplanungen des Bundes», einer Broschüre, welche die Bevölkerung über mögliche Gefahren informieren soll, mit keinem Wort erwähnt ist.

An den az-Umfragen zur Atom-Debatte haben bislang deutlich über 1000 Leserinnen und Leser teilgenommen. Die Umfragen sind nicht repräsentativ. (bau)