Aarau

Axpo unterstützt Sistierung der AKW-Gesuche

Das Atomkraftwerk Gösgen

Das Atomkraftwerk Gösgen

Der Stromkonzern Axpo stimmt dem Entscheid von Bundesrätin Doris Leuthard zu, die Rahmenbewilligungsgesuche für AKW zu sistieren und zusätzliche Sicherheitsprüfungen einzuleiten. Axpo will abwarten, bis Fakten zum nuklearen Unfall vorliegen.

Solange die Umstände über den nuklearen Unfall in Japan und die Ursache nicht geklärt seien, könnten die Rahmenbewilligungsgesuche nicht weiterbearbeitet werden, teilt der Stromkonzern am Montag mit. «Im Vordergrund stehen dabei die Gründe für das gleichzeitige Versagen mehrerer Kühlsysteme.»

Der Stromkonzern will detailliert prüfen, ob die Erkenntnisse aus Japan auch für den Betrieb der Schweizer Kernkraftwerke Folgen haben.

Für Axpo stelle sich die Frage, ob es verantwortbar sei, weiterhin den Ersatz der bestehenden Schweizer AKW zu planen. Dies können jedoch erst dann abschliessend beurteilt werden, wenn Erkenntnisse aus Japan vorliegen würden.

Drei Konzerne an allen neuen AKW beteiligt

Der Axpo gehören die AKW Beznau I und II. Der Energiekonzern ist zudem an den AKW Leibstadt und Gösgen beteiligt.

Die drei Konzerne Axpo, Alpiq und BKW hatten sich am 23. Dezember 2010 auf eine Zusammenarbeit bezüglich Planung und Neubau von zwei Ersatz-AKW geeinigt. Unabhängig vom Standort sind die Unternehmen an allen neuen AKW beteiligt. Beim Bund sind Gesuche für Beznau III, Gösgen II und Mühleberg hängig. (lds/sda)

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1