Erneute Sperrung

Axenstrasse: Politiker haben die Nase voll – jetzt muss der Astra-Chef Auskunft geben

Die erneute Sperrung der Verbindung zwischen Uri und Schwyz ruft nationale Politiker auf den Plan – der Druck in Bundesbern steigt.

Am Axen droht eine weitere wochenlange Sperre. Das sorgt nicht nur bei der breiten Bevölkerung, sondern auch in der Politik für grossen Ärger. Betroffen seien nämlich nicht nur die Urner Pendler, die in Schwyz einer Arbeit nachgingen. Auch das Urner und Schwyzer Gewerbe sei betroffen, das den längeren Weg über Luzern machen müsse. Die SVP Uri kritisiert die aktuelle Situation in einer Mitteilung als «nicht haltbar».

Ebenfalls die Nase voll haben Schwyzer Bundesparlamentarier: «Es kann doch nicht sein, dass es so lange dauert, um die in Bern hängigen Einsprachen gegen die neue Axenstrasse zu entscheiden. Irgendwer will da nicht vorwärtsmachen und blockiert. Das ist das Problem», ärgert sich der Einsiedler CVP-Nationalrat Alois Gmür. Er will das Thema Axen deshalb bereits am Montag und Dienstag in Bern auf den Tisch legen. Gmür ist Mitglied der Finanzkommission, die sich auch mit dem Budget des Bundesamtes für Strassen (Astra) beschäftigt. «Genau dieses Geschäft ist nächste Woche traktandiert. Deshalb wird Astra-Chef Jürg Röthlisberger in der Kommission anwesend sein», erklärt Gmür. Er will die Gelegenheit nutzen und dem Astra-Chef kritische Fragen stellen. Für Gmür ist klar: «Jetzt muss Druck gemacht werden. Es muss vorwärtsgehen.» Gmür bereitet deshalb auch einen Vorstoss an die zuständige Bundesrätin Simonetta Sommaruga vor.

Axenstrasse nach Steinschlag erneut gesperrt (3. Oktober)

Axenstrasse nach Steinschlag erneut gesperrt (3. Oktober)

Überwachungskameras stellten am späten Mittwochabend Geländebewegungen fest. Steine Landeten in den Schutznetzen. Infolge dessen wurde die Axenstrasse umgehend bis auf Weiteres gesperrt.

Das Uvek (Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation) ist im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens daran, das Projekt und die eingegangenen Einsprachen zu prüfen. Ein paar davon seien nach wie vor hängig, sagt eine Sprecherin im Departement Sommaruga. Detaillierte Aussagen sind aber nicht erhältlich. Da das Verfahren noch laufe, können «wie üblich keine weiteren inhaltlichen Angaben gemacht werden». Offen bleibe deshalb auch, wie lange es bis zu einem Entscheid noch dauere. (adm/pz) 

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