Avenir Suisse fordert staatliches Mitspracherecht bei der UBS

UBS soll besser kontrolliert werden

UBS soll besser kontrolliert werden

Auch die wirtschaftsnahe Denkfabrik Avenir Suisse fordert grösseren staatlichen Einfluss auf die Konzernspitze der UBS. Dies nachdem in der vergangenen Woche bereits Politiker von SP und SVP diese Forderung gestellt hatten.

"Es ist klar, dass wenn der Staat soweit in die UBS eingestiegen ist, dass er auch die Verantwortung wahrnehmen müsste - vielleicht im Rahmen eines Verwaltungsratsmandates", sagte Avenir Suisse Chefökonom Boris Zürcher auf "DRS4 News".

Zürcher fordert damit grösseres Mitspracherecht des Bundes. Laut Radio DRS sagte er, es könne nicht sein, dass der Staat eine Bank am Leben erhalte, die ohne Staatshilfe nicht mehr exisistieren würde, die Bank dann aber mache, was sie wolle.

Bereits vergangene Woche forderten Politiker und Politikerinnen der SP und der SVP eine Beteiligung des Staates im Verwaltungsrat der UBS. Zum Teil forderten sie auch eine Beschränkung der Löhne auf die Höhe derjenigen von Regiebetrieben des Bundes.

Der emeritierte Zürcher Bankenprofessor und SVP-Mitglied Hans Geiger stellte sich im Interview mit der Zeitung "Der Bund" gegen die Forderung. Einen Bundesvertreter in den UBS-Verwaltungsrat zu schicken, sei eine "Schnapsidee". Es sei falsch zu glauben, der Staat sei gescheiter als die Industrie.

Statt einer Mitsprache empfiehlt Geiger dem Bund, die staatliche Unterstützung für die UBS möglichst bald zu reduzieren. "Die Eidgenossenschaft muss schauen, dass sie ihre sechs Milliarden Franken zurückbekommt."

Meistgesehen

Artboard 1