Öffentlicher Verkehr

Auswirkungen der Finanzkrise zeigen sich im öffentlichen Verkehr

Finanzkrise mit Folgen für Verkehr

Finanzkrise mit Folgen für Verkehr

Die globale Finanzkrise wirkt sich auch auf Schweizer Projekte im öffentlichen Verkehr aus. Wegen geringerer LSVA- und MWST-Einnahmen rechnet das Bundesamt für Verkehr (BAV) aufs Jahr mit einem Ausfall von 250 Millionen Franken.

Weniger Güter, weniger Lastwagen: Das führt zu Mindereinnahmen bei der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA). Da die LSVA-Einnahmen zu zwei Dritteln in den Finanzfonds für den öffentlichen Verkehr (FinöV) fliessen, gibt es weniger Geld für die FinöV-Projekte.

Das bestätigte BAV-Sprecher Gregor Saladin gegenüber der SF-Sendung 10vor10: "Wir werden rund 200 Millionen Franken weniger aus der LSVA einnehmen. Da es auch weniger Einnahmen aus der Mehrwertsteuer (MWST) gibt, muss man mit einem Ausfall von rund 250 Millionen Franken aufs Jahr rechnen."

Geld, das bei zentralen Projekten im öffentlichen Verkehr fehlen wird: für Lärmschutzprojekte beispielsweise oder für Gleiserweiterungen. Saladin: "Das sogenannte ZEB - die Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur - und auch die Hochgeschwindigkeits- und Lärmsanierungsprojekte würde man wohl aufschieben müssen."

Besorgt ist auch Peter Vollmer, der Direktor des Verbandes öffentlicher Verkehr. "Es braucht zusätzlich neue Mittel." Sonst drohe in fünf bis zehn Jahren eine Katastrophe: "Dann kann der öV seine Aufgabe nicht mehr erfüllen."

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