Tierschutz

Australien will juristisch gegen Japans Walfang vorgehen

Mit Harpunen jagen japanische Walfischer die Tiere (Archiv)

Mit Harpunen jagen japanische Walfischer die Tiere (Archiv)

Ein heftiger Streit über Japans Walfang belastet den Besuch des japanischen Aussenministers Katsuya Okada in Australien. Australiens Premierminister Kevin Rudd hatte gedroht, er werde Japan wegen seiner Walfangpraxis in der Antarktis vor den Internationalen Gerichtshof bringen.

Rudd war in den vergangenen Tagen innenpolitisch unter Druck geraten, als ihn Tierschützer an ein Wahlversprechen von 2007 erinnerten. Damals hatte er gesagt, er werde juristisch gegen Japan vorgehen, wenn Tokio seinen Walfang in der Antarktis nicht stoppt.

Es wird befürchtet, dass die Auseinandersetzung um den Walfang die guten Beziehungen zwischen den Handelspartnern Japan und Australien belasten könnte. "Es ist zwingend, dass wir nach einer diplomatischen Lösung dieses Themas streben, die auf das Verständnis beider Kulturen und beider Standpunkte setzt", hatte Okada vor seiner Ankunft in Sydney erklärt. "Wir sollten das Thema nicht emotional angehen", sagte er.

Japan betreibt nach eigener Darstellung Walfang aus wissenschaftlichen Gründen. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die japanische Walfangflotte in den vergangenen 22 Jahren bis zu 9000 Zwergwale getötet.

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