Japan - Australien

Australien schaltet Internationalen Gerichtshof wegen Walfangs ein

Kinder schauen japanischen Walfängern beim Aufschneiden eines Wals zu (Archiv)

Kinder schauen japanischen Walfängern beim Aufschneiden eines Wals zu (Archiv)

Weil Japan immer noch Walfang betreibt, macht Australiens Regierung mit ihrer Drohung nun ernst und schaltet Anfang nächster Woche den Internationalen Gerichtshof in Den Haag ein. Australien will verhindern, dass Wale im Namen der Forschung getötet werden können.

Dies kündigte Umweltminister Peter Garrett an. Nach den Worten von Aussenminister Stephen Smith war es nicht möglich, trotz Gesprächen mit der Internationalen Walfangkommission (IWC) eine diplomatische Lösung zu finden.

Der japanische Fischerei-Minister Hirotaka Akamatsu nannte die Ankündigung der australischen Regierung "sehr enttäuschend". Der Walfang zu Forschungszwecken sei nach internationalen Regeln erlaubt, betonte Akamatsu.

Trotz eines seit 1986 bestehenden Moratoriums des IWC jagt Japan bis heute Wale. Tokio nutzt dabei eine Ausnahmeklausel, die den Walfang aus "wissenschaftlichen Gründen" erlaubt.

Das Fleisch der Tiere landet jedoch immer wieder in Feinschmecker-Restaurants des asiatischen Landes. Auch Norwegen und Island jagen Wale. Beide Länder pochen dabei auf ihre Tradition.

Die Walfangkommission hatte im vergangenen Monat einen neuen Kompromissvorschlag zur Jagd auf die Meeressäuger präsentiert. Danach sollen Japan, Island und Norwegen weiter Wale jagen dürfen, die Zahl der getöteten Tiere jedoch in den nächsten zehn Jahren deutlich reduzieren.

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