Aussenministerin Calmy-Rey mit US-Präsident Obama zusammengetroffen

Calmy-Rey (2.v.l) und Obama (r)

Calmy-Rey (2.v.l) und Obama (r)

US-Präsident Barack Obama hat am Montagabend in Istanbul an einem Treffen mit den Aussenministern der Türkei und Armeniens sowie mit Bundesrätin Calmy-Rey die Konfliktparteien zu einer Einigung aufgerufen. Die Schweiz wird in dem Konflikt als Vermittlerin gesehen.

Das Treffen der Aussenminister mit dem US-Präsidenten fand am Rande der UNO-Konferenz "Allianz der Zivilisationen" statt. Dies geht aus einem vom Weissen Haus auf seiner Internetsite veröffentlichten Foto mit Bildlegende hervor.

In der englischen Bildlegende wird Calmy-Rey von den USA als "mediator" (auf deutsch: Vermittlerin) zwischen den beiden zerstrittenen Ländern bezeichnet.

Dass die Schweiz als Vermittlerin und Gastgeberin in Verhandlungen zwischen den beiden verfeindeten Nachbarstaaten Türkei und Armenien auftritt, war schon vor längerer Zeit von türkischen und schweizerischen Medien berichtet worden.

Das Eidg. Departement des Äusseren (EDA) hatte allerdings dazu nie Stellung genommen. EDA-Informationschef Lars Knuchel bestätigte denn auf Anfrage auch lediglich, dass am Vortag ein solches Treffen stattgefunden habe.

Vertreter der beiden Länder, die seit 1993 ihre Grenze geschlossen und die diplomatischen Beziehungen abgebrochen haben, haben demnach eine Reihe von Treffen in der Schweiz durchgeführt. Die Verhandlungen sollen gemäss den Berichten bereits sehr weit fortgeschritten sein.

Die Türkei und Armenien hatten ihre Beziehungen 1993 wegen dem Konflikt zwischen Armenien und Aserbeidschan um die Region Berg-Karabach abgebrochen.

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