G8-Staaten

Aussenminister der G8 beraten über Iran

Guido Westerwelle (links) mit Kanadas Aussenminister Lawrence Cannon

Guido Westerwelle (links) mit Kanadas Aussenminister Lawrence Cannon

Die Aussenminister der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G8) sind im kanadischen Ottawa zusammengekommen. Auf der zweitägigen Konferenz soll es insbesondere um den Streit mit dem Iran um dessen Atomprogramm gehen.

Die G8-Staaten wollen versuchen, auch China zu einer härteren Gangart gegen Teheran zu bewegen. Thema ist auch die Lage in Russland nach den Bombenanschlägen in der U-Bahn von Moskau sowie die Entwicklung in Afghanistan.

Die Aussenminister der G8-Staaten verurteilten die Selbstmordanschläge von Moskau. Zugleich riefen sie dazu auf, dass die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden. Der Terrorismus müsse international bekämpft werden, meinte Kanadas Aussenminister Lawrence Cannon in einer Erklärung.

Das Treffen in Gatineau vor den Toren Ottawas findet zum ersten Mal drei Monate vor dem regulären Gipfeltreffen der G8-Staats- und Regierungschefs statt. Damit soll die Bedeutung einer engeren Abstimmung der Aussenpolitik zwischen den G8-Staaten unterstrichen werden.

Dazu gehören die USA, Kanada, Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien, Japan und Russland. Mit Ausnahme von China sind damit auch alle Ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates dabei. Konkrete Entscheidungen sind in Ottawa nicht zu erwarten.

Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle warf dem Iran erneut vor, im Atomstreit keinerlei Anzeichen für ein Entgegenkommen erkennen zu lassen. Teheran habe wie alle anderen Länder das Recht zur zivilen Nutzung der Atomkraft.

Wenn sich die iranische Führung jedoch die Option einer atomaren Bewaffung offenhalte, werde dies "auf eine Ausweitung der Sanktionen hinauslaufen". Die Staatengemeinschaft müsse deshalb härtere Strafmassnahmen vorbereiten. In einer eigenen Erklärung wollen sich die G8-Staaten zu weiteren Abrüstungsschritten bekennen.

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