So sollen mehrere Soldaten es abgelehnt haben, Menschen in Gebäuden zu warnen und Zeit zu geben, diese zu räumen. Jeder in Gaza sei ein Terrorist und müsse getötet werden, hätten diese Soldaten gefordert. Andere Berichte beschreiben auch Vandalismus als Teil des Vorgehens der israelischen Streitkräfte.

Ein Armeesprecher sagte, die Streitkräfte wollten prüfen, wie glaubwürdig die Aussagen seien. Gegebenenfalls werde eine Untersuchung eingeleitet. Verteidigungsminister Ehud Barak verteidigte die Soldaten. Die israelische Armee sei die "moralischste der Welt".

Nach Angaben eines Armee-Kommandanten haben während des Gazakriegs Rabbiner die Offensive vor israelischen Kampftruppen als Glaubenskrieg gerechtfertigt. "Ihre Botschaft war sehr deutlich: Wie sind das jüdische Volk, wir sind durch ein Wunder in dieses Land gekommen, Gott hat uns in dieses Land zurückgebracht und jetzt müssen wir kämpfen, um die Nichtjuden, die unserer Eroberung dieses Heiligen Landes in die Quere kommen, zu vertreiben", zitierte die israelische Tageszeitung "Haaretz" einen Offizier.

Derweil hat das Palästinensische Zentrum für Menschenrechte seine Opfer-Zahlen korrigiert. Gemäss Angaben kamen insgesamt 1417 Menschen bei der Offensive im Dezember und Januar ums Leben, darunter 926 Zivilisten.