RTVG
Auslandschweizer waren das Zünglein an der Waage

Mit 3696 Stimmen Unterschied war das Abstimmungsergebnis über die Radio und TV-Gesetz-Revision äusserst knapp. Ohne die Stimmen der Auslandschweizer wäre die Vorlage abgelehnt worden. Diese zahlen aber gar keine Gebühren.

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Auslandschweizer treffen sich zum Kongress in Lugano. (Archiv)

Auslandschweizer treffen sich zum Kongress in Lugano. (Archiv)

Keystone

Die Revision des Radio und TV-Gesetzes wurde mit 50,08 Prozent angenommen. 3696 Stimmen machten am Ende des Abstimmungskrimis den Unterschied aus. Eine Auswertung des «Tagesanzeigers» zeigt: Ohne die Auslandschweizer wäre die Vorlage abgelehnt worden.

Die Stimmresultate der Auslandschweizer werden nicht in allen Kantonen separat erfasst. Aus elf Kantonen liegen die Ergebnisse vor und sie zeigen: Bei den im Ausland lebenden Schweizern wurde die Vorlage deutlicher angenommen. Zwischen 60 und 72 Prozent beträgt, die Zustimmung je nach Heimatkanton.

Die Befürworter der RTVG-Revision aus dem Ausland sind alleine in den erfassten Kantonen mit 7364 Stimmen in der Überzahl. Hätten sie nicht abgestimmt, oder abstimmen dürfen, wäre die Vorlage abgelehnt geworden.

Somit gaben also jene Stimmbürger den Ausschlag, die die neue Abgabe gar nicht bezahlen müssen. (cze)