Wohlen
Aushubdeponie im Gebiet Wohlen-Waltenschwil geplant

Bisher kann sauberer Aushub von Baustellen im Freiamt nur in der Deponie in Beinwil gelagert werden. Das soll sich jetzt mit einem neuen Standort im Raum Wohlen-Waltenschwil ändern.

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Aushubdeponie im Gebiet Wohlen-Waltenschwil geplant

Aushubdeponie im Gebiet Wohlen-Waltenschwil geplant

Im Gebiet der drei Regionalplanungsverbände Rohrdorferberg-Reusstal, Mutschellen-Reusstal-Kelleramt und Unteres Bünztal besteht derzeit ein grosses Ungleichgewicht zwischen dem Anfall von Aushubmaterial und den Auffüllmöglichkeiten. Grundsätzlich sind in erster Priorität bestehende Abbaustellen aufzufüllen und zu rekultivieren.

«Es hat hier aber fast keine Kiesgruben», stellt Karl Schneider, Präsident der Arbeitsgruppe Regionale Aushubdeponie, in einer Mitteilung fest. Durch die Schaffung einer regionalen Aushubdeponie nach dem Modell Beinwil soll die Situation nun entschärft werden.

Zwei Standorte vorgeschlagen

Die Arbeitsgruppe schlägt aufgrund einer umfassenden Suche die Standorte Fädehag in Wohlen und Grüenweid in Waltenschwil/Boswil vor. «Standortgemeinden und betroffene Eigentümer und Pächter sind orientiert», schreibt Schneider. Auch die nötigen Vorabklärungen bei den kantonalen Fachstellen wurden bereits getroffen.

Die Realisierung setzt eine Festsetzung im kantonalen Richtplan und die Ausscheidung als Deponiezone im Kulturlandplan voraus. «Es ist geplant, zwei Standorte im Richtplan festzusetzen, wobei vorerst nur einer davon realisiert wird», erklärt Schneider. Der Antrag für den Richtplaneintrag und die Änderung der Nutzungsplanung liegen in der Kompetenz der Standortgemeinde.

Vorschlag ist breit abgestützt

Das Projekt wird von einer Arbeitsgruppe mit Vertretern der drei Regionalplanungsverbände und des Kantons begleitet. Auftraggeber für die geplante Aushubdeponie ist die Hubschmid AG in Nesselnbach, «wobei die wichtigsten regionalen Marktteilnehmer einbezogen sind», wie Schneider mitteilt. Weitere Informationen sind für eine Pressekonferenz von heute angesagt. (fh)