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Ausbau auf zwei Spuren geplant

25 Mio. Franken will der Regionalverkehr Bern-Solothurn in Biberist investieren. Damit sollen die Gleise zwischen dem Bahnhof und dem Dorfeingang von Lohn-Ammannsegg auf Doppelspur ausgebaut werden.

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Solothurner Zeitung

Rahel Meier

Gleich zu dritt rückten die Verantwortlichen des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS) am Montagabend im Gemeinderat Biberist an. Neben Direktor Hans Amacker informierten Markus Enzler (Leiter elektrische Anlagen) und Peter Kunz (Tiefbauplanung).

Die Fahrgastfrequenzen auf dem RBS haben in den letzten Jahren stetig zugenommen. Bis ins Jahr 2020 rechnet Hans Amacker mit einer weiteren Steigerung von 32 Prozent. Deshalb wird bis ins Jahr 2014 der Viertelstundentakt in den Spitzenzeiten am Morgen in Richtung Bern, am Abend aus Bern heraus weiter ausgebaut. Ab dem Jahr 2014 soll der Viertelstundentakt in den Spitzenzeiten in beide Richtungen zum Standard werden.

Gebaut wird ab 2011

Nicht nur im Bahnhof in Bern wird umgebaut. Geplant ist ab dem Jahr 2011 auch ein Ausbau auf Doppelspur in Biberist. Laut Peter Kunz ist der Streckenteil zwischen dem Bahnübergang an der Solothurnstrasse und dem Dorfeingang Lohn-Ammannsegg betroffen. Die Bahnanlage rutsche leicht nach Westen.

Rechnung trotz Minus positiv

Die Rechnung der Einwohnergemeinde Biberist hat mit einem Aufwandüberschuss von 151 644 Franken abgeschlossen. Das ist zwar ein Defizit. Die Rechnung schliesst aber trotzdem besser ab als budgetiert. Denn eigentlich war ein Minus von 978 810 Franken vorgesehen.

Das Ergebnis lässt sich mit höheren Steuereinnahmen von 1,7 Mio. Franken und Minderausgaben in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Verkehr erklären. Mehrausgaben gab es wegen höherer Personalkosten in den Bereichen Bau- und Finanzverwaltung. 938 000 Franken mehr ausgegeben als budgetiert wurde für die soziale Wohlfahrt, was Alex Miescher (FdP) dazu bewog, das Kapitel in der Rechnung auf «soziale Irrfahrt» umzubenennen. (rm)

Die neue Linienführung werde genau durch die Liegenschaft Eigerstrasse 3, die vom RBS bereits erworben wurde, durchführen. Der Bahnhof soll im Bereich Eigerstrasse verschoben werden, nach Bern und Solothurn werden zwei eigene, versetzte Perrons gebaut. Mit dem Neubau könnte die Parkplatzsituation sowohl für Autos als auch Velos verbessert werden.

Für den RBS werde es möglich, die Züge schneller fahren zu lassen. Bis Ende Jahr will der RBS den Landerwerb für das Projekt abschliessen. Ende Jahr sollen die Pläne beim Bund eingereicht werden, im Jahr 2010 könnte dann das Plangenehmigungsverfahren laufen. Frühstens ab 2011 würde mit den Bauarbeiten begonnen. Grob geschätzt investiert der RBS 25 Mio. Franken.

Der Ausbau auf Doppelspur hätte zur Folge, dass der Übergang Rütiackerstrasse geschlossen würde. Mit einem Parallelweg soll den Fussgängern, Velofahrern und dem landwirtschaftlichen Verkehr eine Ausweichmöglichkeit geboten werden.

Die Barriere zwischen Biberist und Lohn-Ammannsegg würde zu einer Vollschrankenanlage ausgebaut. Biberist müsste mit Kosten von zweimal 285 000 Franken für die Sanierung der beiden Bahnsicherungsanlagen rechnen. Kosten, die laut Amacker mit oder ohne Spurausbau alle rund 25 Jahre anfallen würden.

Hans Amacker betonte, dass der Ausbau in Biberist auch für den RBS ein grosses Projekt sei. Er schloss zudem nicht aus, dass nach dem Jahr 2014 ein Ausbau auf Doppelspur auch im Bleichenberg möglich sei. Im Rahmen des Eisenbahnplangenehmigungsverfahrens wird die Gemeinde Stellung nehmen können.

Rückzieher gemacht

Der Gemeinderat Biberist diskutierte in seiner letzten Sitzung nochmals über die Botschaft über den Turnhallenneubau in Biberist. Dabei stellte vor alle die SP-Fraktion fest, dass im vorletzten Gemeinderat ein Entscheid gefällt wurde, der so nicht ganz glücklich sei. Der Gemeinderat entschied sich nun, die Abstimmungsfragen offener zu gestalten.

Das Volk kann sich je separat zum Bau einer Zweifachturnhalle oder einer Dreifachsporthalle äussern. In einer Stichfrage kann dann der einen oder anderen Variante der Vorzug gegeben werden. Der Gemeinderat gibt keine Empfehlung für die eine oder andere Variante ab.

Schliesslich hat der Gemeinderat beschlossen, die Bauherren-Beratung für den Turnhallen-Neubau bis zur Urnenabstimmung vom bisher beigezogenen Architekten Markus Ducommun ausführen - und dann ausschreiben - zu lassen.

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